Rosendahl
„Abbauen wäre keine Alternative“

Holtwick. Der Ärger war groß: Hatten doch unbekannte Täter Ende Mai das Kletternetz der Holtwicker Nikolaus-Grundschule so stark beschädigt, dass das Klettern und Spielen darauf wegen offenliegender Drahtseile zu gefährlich war. „Jetzt haben wir die Kletterpyramide repariert und wieder zum Spielen freigeben“, sagt Alexander Schulz, Gebäudemanager der Gemeinde, erfreut. Da eine Reparatur einzelner Seile zu aufwendig und zu kostenintensiv gewesen wäre, habe man sich dazu entschieden, ein komplett neues Netz anzuschaffen. Der große Mast in der Mitte sowie die einbetonierten Halterungen seien geblieben, der Rest wurde in der vergangenen Woche erneuert. Mit leuchtenden Farben lädt die Pyramide nun wieder zum Klettern und Toben ein.

Freitag, 12.07.2019, 17:50 Uhr
Rosendahl: „Abbauen wäre keine Alternative“
Das Kletternetz an der Nikolaus-Grundschule lädt nach mehreren Wochen wieder zum Klettern und Toben ein: Neben den Schülern der 1a und 1b freuen sich auch Schulleiterin Claudia Lanca (von links), Alexander Schulz (Gemeinde) und Daniel Boom (Vorsitzender des Fördervereins) über die Beseitigung der Schäden. Foto: Leon Seyock

An den Gesamtkosten in Höhe von 5400 Euro für die Neuanschaffung des Netzes hat sich auch der Förderverein der Nikolaus-Grundschule beteiligt. 2000 Euro hat der Verein beigesteuert. „Dass wir uns daran beteiligen, war sofort klar. Abbauen und nicht wieder aufbauen wäre keine Alternative“, sagt Daniel Boom, Vorsitzender des Fördervereins. „Ich denke, dass ein Förderverein für genau solche Fälle da ist“, ergänzt er. Die restlichen Kosten hat die Gemeinde getragen. „Ich denke, wir ergänzen uns da sehr gut“, sagt Schulz. Denn mit dem Aufteilen der Kosten konnte das Netz schnell erneuert werden. „Hätte die Gemeinde die kompletten Kosten tragen müssen, hätte es vermutlich einige Zeit gedauert, bis wir die Mittel dafür zur Verfügung gehabt hätten“, vermutet Schulz.

Rückblick: Mit Messern hatten Unbekannte einige der bunten Seile aufgeschlitzt. Das hatte zur Folge, dass an mehreren Stellen die Ummantelung fehlte und die innenliegenden Drahtseile offen waren – zum Spielen zu gefährlich. Deshalb musste ein Bauzaun die Kletterpyramide mehrere Wochen lang absperren. Die Gemeinde hatte kurz nach der Tat eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise von Zeugen ausgerufen, die der Überführung der Täter dienen. „Leider hat sich daraufhin niemand gemeldet“, sagt Alexander Schulz. Dennoch: „Die Belohnung bleibt weiterhin bestehen.“

Neben der Kletterpyramide wurde Ende Mai auch das große Insektenhotel auf dem Schulgelände beschädigt. „Dank einer Spende der Firma Prowin konnten wir mehrere kleine Insektenhotels anschaffen, die wir jetzt zu einem großen zusammenstellen wollen“, sagt Schulleiterin Claudia Lanca.

Die Schäden der Taten sind somit beseitigt – und die Kinder und Beteiligten hoffen nun, dass es nicht noch einmal zu solchem Vandalismus kommt.

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