Rosendahl
Sperrungen stehen nicht bevor

Rosendahl. Die gute Nachricht vorweg: Die Kunstrasenplätze in Rosendahl sind in absehbarer Zeit nicht von einer Sperrung bedroht. Das teilt Peter Brüggemann von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage mit. Zu einer Diskussion war es jetzt wegen eines Gesetzesentwurfs der Europäischen Union gekommen, der vorsieht, bis 2022 das häufig verwendete Gummi-Granulat als unzulässig einzustufen. Das soll zur Vermeidung von Mikroplastik beitragen. Denn das feine Granulat wird durch den Spielbetrieb und durch Wind in die Umwelt getragen – und muss regelmäßig ausgebessert werden.

Freitag, 26.07.2019, 12:26 Uhr
Rosendahl: Sperrungen stehen nicht bevor
Ein Gesetzentwurf der EU sieht vor, dass bis 2022 das feine Gummi-Granulat, das häufig auf Kunstrasenplätzen verwendet wird, verboten werden soll. Das soll zur Vermeidung von Mikroplastik beitragen. Foto: Leon Seyock

Die Kunstrasenplätze in Osterwick und Darfeld sollen in absehbarer Zeit, nach mittlerweile rund zwölf Jahren Nutzung, saniert werden. Diese seien von einem etwaigen Verbot des Gummi-Granulats nicht betroffen, da ein anderer Stoff verwendet werden soll. „Wir haben uns schon Ende des vergangenen Jahres Gedanken dazu gemacht, in welcher Form wir unsere Kunstrasenplätze sanieren können“, so Brüggemann. Dass dabei kein Granulat mehr verwendet werden soll, sei für die Gemeinde selbstverständlich: „Wir werden ein vierfach zertifizierten Kork verarbeiten“, kündigt Brüggemann an. „Damit sind wir ökologisch ganz weit vorne.“

Ab dem Herbst können Sportvereine Anträge für Förderungen aus dem Topf „Moderne Sportstätte 2022“ einreichen. 300 Millionen Euro stellt das Land Nordrhein-Westfalen für die Sanierung von Sportstätten zur Verfügung. Wenn aber ein Verein einen Förderantrag einreicht, mit dem sie einen Granulat-Platz bauen oder mit diesem erneuern möchten, habe der Verein schlechte Aussichten auf finanzielle Unterstützung.

„Im Endeffekt ist es richtig, dass es eine solche Verordnung gibt. Allerdings muss es für Vereine einen Bestandsschutz geben“, macht Brüggemann deutlich. Ansonsten bedeute es für viele Vereine den Ruin. Für den Kunstrasenplatz in Holtwick besteht für einige Jahre dieser Bestandsschutz. Die Firma, die seinerzeit den Platz gebaut hat, kümmert sich um die Pflege. „Danach muss sich aber auch dort etwas ändern“, so Brüggemann. Denn jeder sei jetzt gezwungen, etwas zu tun.

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