Rosendahl
Das gehört in die Reise-Apotheke

Rosendahl. Der Urlaub, bevorzugt in den Sommermonaten, ist für die meisten die schönste Zeit im Jahr. Die Vorfreude ist groß – und erst einmal am ausgewählten Domizil angekommen, steht der Entspannung nichts mehr im Wege. Doch leider kann die Urlaubfreude unangekündigt getrübt werden: Ein starker Sonnenbrand, ein verstauchter Knöchel, ein Zeckenbiss. Umso wichtiger ist es in diesen Fällen, eine hilfreiche und umfangreiche Reise-Apotheke dabei zu haben. „Unverzichtbar im Urlaub sind Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol“, weiß Andrea Tübing, Leiterin der Markt-Apotheke in Darfeld. Die Mittel wirken bei allen Arten von Schmerzen sowie bei Fieber. Auf Zäpfchen, die Kindern gerne gegeben werden, sollte allerdings verzichtet werden: „Diese schmelzen bei Körpertemperatur. Man sollte sie also nicht im Auto lagern“, rät die Apothekerin. Als Alternative sollten Eltern besser zu einem Saft greifen. Fehlen sollte in der Reise-Apotheke außerdem auf keinen Fall Verbandsmaterial wie Mullbinden oder Pflaster. Doch auch hier muss auf die Hitze geachtet werden, denn viele Pflaster kleben nicht mehr, wenn sie zu heiß geworden sind. Ratsam sind – vor allem bei Strandurlaub – großflächige und wasserfeste Wundpflaster, die auf die betroffene Stelle geklebt werden. Zum Reinigen der Wunde sollte außerdem immer ein Desinfektionsmittel griffbereit sein. Gegen Durchfall sollte immer ein Mittel zur Beruhigung des Darms im Urlaubsgepäck mitreisen.

Samstag, 27.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 27.07.2019, 10:02 Uhr
Rosendahl: Das gehört in die Reise-Apotheke
Andrea Tübing, Leiterin der Markt-Apotheke in Darfeld, zeigt einige der Medikamente, die in die Reise-Apotheke gehören. Foto: Leon Seyock

Steht ein Wanderurlaub auf dem Plan, gehören Blasenpflaster in jeden Rucksack. Nach einem kilometerlangen Marsch wirkt Pferdesalbe kühlend und fördert die Durchblutung – „seit kurzem gibt es die Pferdesalbe auch als Spray“, erzählt Tübing und zeigt eine Flasche, gefüllt mit einer türkisfarbenen Flüssigkeit. Auch eine Zeckenkarte oder -pinzette ist ratsam. „Wurde man von einer Zecke gebissen, sollte diese auf keinen Fall zerquetscht werden“, warnt Tübing. Denn so bestehe eher die Gefahr, sich mit gefährlichen Krankheiten anzustecken. Vorbeugend können sich die Urlauber auch ihrem Reiseland entsprechend impfen lassen. „In Süddeutschland gibt es zum Beispiel eine Zecke, die in unserer Region gar nicht vorkommt“, erklärt Tübing.

Zur Vorbeugung zu Mücken- und Zeckenbissen im Urlaubsland selbst sollte ein entsprechendes Spray dabei sein. Besonders vorsichtig sollten Urlauber in Reiseländern sein, in denen Malaria durch Mückenstiche übertragen werden kann. „Bei größeren Reisen sollte in jedem Fall eine persönliche Beratung erfolgen“, rät die Apothekerin.

Mit in die Reise-Apotheke können außerdem Nasenspray, Augen- und Ohrentropfen sowie Tabletten gegen Reiseübelkeit gepackt werden. „Wird mit dem Auto gereist, sollte der Fahrer auf diese Tabletten verzichten“, sagt Tübing und weist darauf hin, dass die Reisetabletten einschläfernd wirken. Urlauber sollten außerdem auf ihre Haut achten: Liegt eine Hautkrankheit vor, sollten sich die Betroffenen beraten lassen, welche Sonnencreme am besten verträglich ist. Werden starke Schmerzmittel benötigt, sollten sich Urlauber vorsichtshalber eine Bescheinigung vom Arzt ausstellen lassen. „Denn nicht jedes Schmerzmittel darf unter Umständen einfach in jedes Land eingeführt werden.“ Auch hilft eine Bescheinigung dabei, im Notfall in ausländischen Apotheken das richtige Mittel zu finden.

„Jeder sollte für sich selbst entscheiden, welche Medikamente er benötigt und mit in den Urlaub nehmen möchte“, sagt Tübing. Dennoch sollte unbedingt darauf geachtet werden, ausreichend Schmerzmittel im Gepäck zu haben – denn nur unbeschwert kann der Urlaub genossen werden.

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