Rosendahl
Reise in neue Galaxien

Holtwick. In ein wahres Atelier haben sich die Räume der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Nikolausschule in Holtwick verwandelt. Zahlreiche Papprollen in jeder Dicke und Länge sind in Kartons aufgetürmt. Dazu gibt es farbige Pappbögen, blecherne Flaschendeckel, glitzernde Sterne zum Aufkleben und Wasserfarbe.

Dienstag, 13.08.2019, 13:52 Uhr
Rosendahl: Reise in neue Galaxien
Zauberhafte Galaxien haben die Kinder unter Anleitung von Rita Sicking auf die Leinwand gebannt. Foto: az

Die 36 Kinder der Ferienaktion von Kolpingsfamilie und OGS greifen eifrig zu und basteln sich ihre eigene Rakete. Alles dreht sich in dieser Woche um das Thema „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“. Das ist der Titel eines Buches des Autors Otfried Preußler. Und aus diesem Buch wird den Kindern zunächst jeden Morgen als Impuls für den kreativen Tag ein Kapitel vorgelesen.

Der Räuber Hotzenplotz ist aus seiner Haft entkommen. Um ihn schnell wieder einzufangen, überlegen sich Seppel und Kasperl eine tolle Idee. Sie wollen ihn mit einer Mondrakete anlocken und fangen. „Die Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch alle Aktionen“, sagt OGS-Leiterin Monika Witte. Und das passe sehr gut in die Zeit, denn vor genau 50 Jahren landeten die ersten Menschen auf dem Mond.

Das Material für die Raketen ist wochenlang gesammelt worden, sagt Lisa Heidemann, die die Kinder gemeinsam mit den weiteren hauptamtlichen Kräften Rita Sicking, Susanne Förster und Jens Witte während der Ferienaktion betreut. Mit von der Partie sind auch die Ferienbetreuer Lisa Daldrup, Mia Bronstering und Niklas Boll.

Alexander weiß bereits, das seine Rakete mehrere Stufen haben soll und ziemlich hoch wird. „Einen Bauplan habe ich nicht“, sagt der Schüler. Aber das sei auch nicht notwendig. Denn beim Basteln habe man ganz spontan die besten Ideen. Jannis hat sich schon einen Namen für sein Flugobjekt ausgesucht. „Bayern soll meine Rakete heißen“, schmunzelt der Junge. Natürlich deshalb, weil der FC Bayern München sein Lieblingsfußballverein sei. Linus hat seine Rakete auf den Namen „Ronaldo“ getauft. „Das ist ein besonders guter und schneller Fußballer“, sagt er als Begründung für seine Namenswahl.

Jana bastelt ein kleines Flugobjekt. Ihr sind hübsche Dekorationen wichtig – wie zum Beispiel ein großes rotes Herz auf der Außenwand.

Im Nebenraum zaubern einige Kinder mit Acrylfarben Galaxien auf schwarze Leinwände. Vorsichtig tupft Frieda mit einem Wattestäbchen die Farben Königsblau, Türkis, Pink, Schwarz und Weiß auf ihr Bild. „In nur zehn Schritten entsteht ein kleines Gemälde“, ermutigt Rita Sicking die Kinder. Diese sind erstaunt, als ihnen das mit ihren eigenen Händen gelingt.

In einem weiteren Raum gibt es Raketenbilder zum Ausmalen. Vor den Kindern liegen noch vier weitere galaktische Tage, in der sie zum Beispiel eine Astronautenprüfung bestehen müssen. Dann geht es darum, das Gleichgewicht zu halten. Oder sie müssen bei einem Chaosspiel rund um den Weltraum ihr Können beweisen. Als Belohnung gibt es Ufos zum Vernaschen.

Am Donnerstag wartet eine große Überraschung auf die Kinder. Und am Freitag werden sie erfahren, ob sie es wie Kasperl und Seppel geschafft haben, den Räuber Hotzenplotz mit der Mondrakete anzulocken.

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