Rosendahl
Horsefly Rocket steigt zu

Darfeld. Mächtig unter Dampf steht der Zug beim Musikfestival „Rock am Gleis“ am Samstag (24. 8.) am Bahnhof Darfeld. „Bitte einsteigen“ heißt es um 15.30 Uhr. Ab 17.15 Uhr werden sechs Bands den Fahrgästen tüchtig einheizen. Ab Mitternacht sorgt ein Disc-Jockey für tolle Stimmung.

Mittwoch, 21.08.2019, 10:22 Uhr
Rosendahl: Horsefly Rocket steigt zu
Auch die Band Horsefly Rocket möchte beim Festival „Rock am Gleis“am Samstag am Bahnhof Darfeld dafür sorgen, dass der Zug mächtig unter Dampf steht. Foto: az

Die Fahrgäste dürfen sich auf ein Festival freuen, das bewusst klein gehalten ist, aber wie ein großes Event organisiert ist, wie Veranstaltungsleiter Sascha Rubert kommentiert. Die sechs Bands kommen mit handgemachter Musik daher: von Metal bis Rock.

Die Band Horsefly Rocket steigt am Samstag bereits um 17.15 Uhr in den Zug ein. Die Geschichte der Band begann im Jahr 2012, als Kevin Holloway von einer musikalischen Truppe der in Mannheim stationierten US-Army in einem großen Proberaumkomplex aufgrund deren Truppenabzug in die Heimat eine Tür weitergereicht wurde. Der damals 20-jährige Holloway überzeugte schon früh mit gesanglichen Qualitäten und einem kompromisslosen Rock’n’Roll-Lifestyle.

Er passte gut in die namenlose Formation der klassischen Rockbesetzung, die sich auf Cover-Songs der vergangenen Jahrzehnte spezialisierte. Zusammen mit Gitarrist Michael Fassl und Schlagzeuger Oliver Cors wurde ein Grundstein für Horsefly Rocket gelegt.

Bassist Florian Müller und Gitarrist Kai Bronner stießen zur Band hinzu, und regionale Gigs wurden gebucht. Allerdings kündigte zu diesem Zeitpunkt Sänger Holloway schon früh an, das Land Anfang 2013 aufgrund seines Musikstudiums an der Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika zu verlassen. Ein herber Rückschlag für die gut funktionierende Formation Horsefly Rocket.

Die Suche nach einem neuen Sänger erwies sich schwieriger als erwartet. Andreas Deigner, langjähriger Freund und früherer Bandkollege von Cors und Fassl, fügte sich schließlich als Nachfolger schnell ein, und die regionale Musikszene um Mannheim und Heidelberg wurde klar gemacht.

Allerdings gingen die Ambitionen der einzelnen Bandmitglieder danach in verschiedene Richtungen, sodass die Gruppe zerbrach. Ende des Jahres 2005 kündigte Sänger Holloway seine Rückkehr aus den USA an, und Gitarrist Fassl und Bassist Müller machten sich auf die Suche nach Produzent und Studiomusikern, um die Studio-Aufnahmen weiter voranzutreiben.

Als Schlagzeuger wurde Tobias Nessel aktiviert, der nach drei Proben das komplette Album an zwei Abenden eintrommelte. Aufgenommen und produziert wurde das Werk von Marc Bennhausen in den Blue-Screen-Studios in Mannheim. In 2017 fand die Band mit Schlagzeuger Jonas Wickenhauser und Gitarrist Patrick Vetter zwei weitere Mitstreiter.

Die Konstellation wurde mit Bassist Mario Brodeßer Mitte 2018 vervollständigt. Das selbstbetitelte Debut-Album kam im Juni 2018 über das hauseigene Label Bug Valley Records und den Vertrieb Alive auf den Markt. Die Single „Never Again“ erhielt rund hundert Airplays bei deutschen Radiosendern. Gespannt schaut man nun in das Rockuniversum und fragt sich, wohin die Reise für Horsefly Rocket geht. Auf jeden Fall ist am Samstag erst einmal am Bahnhof Darfeld eine Station vorgesehen.

7 Eintrittskarten fürs Open-Air-Festival am Darfelder Bahnhof sind unter anderem im Ticket-Service der Allgemeinen Zeitung, Rosenstraße 2, in Coesfeld für zwölf Euro erhältlich. An der Tages-/Abendkasse zahlt man 14 Euro.

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