Rosendahl
Helfer an allen Ecken und Enden

Osterwick. Der Einstieg ins Berufsleben sieht bei jedem Jugendlichen individuell aus: Die einen starten mit der Ausbildung direkt in den Arbeitsalltag. Andere wiederum gehen nach dem Schulabschluss erst studieren. Maren Hille (18) aus Lette und Leon Schemmer (17) aus Holtwick haben aber einen anderen Weg gewählt: Bevor sie sich ins „richtige“ Arbeitsleben stürzen, wollen sie Erfahrungen in ihrem Traumberuf sammeln um zu testen, ob es überhaupt das Richtige für sie ist. Redaktionsmitglied Leon Seyock hat die beiden getroffen und mit den frischgebackenen Abiturienten über ihre Entscheidung zum Bundesfreiwilligendienst an der Sebastian-Grundschule in Osterwick geplaudert.

Samstag, 07.09.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 11:02 Uhr
Rosendahl: Helfer an allen Ecken und Enden
Maren Hille und Leon Schemmer arbeiten als „Bufdis“ an der Sebastian-Grundschule. In einem Interview erzählen sie, warum sie sich dazu entschieden haben und wie sie die ersten Tage nach den Sommerferien erlebt haben. Foto: Leon Seyock

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, jetzt nach eurem Abitur ein „Bufdi“ zu machen?

Maren: Thomas Middelberg, der Schulleiter der Sebastian-Grundschule, war damals schon mein Lehrer. Er hat mir vor einiger Zeit davon erzählt, dass es die Möglichkeit eines Bundesfreiwilligendienstes an dieser Schule gibt. Das fand ich interessant und habe mich beworben.

Leon: Ich habe schon lange den Wunsch, später einmal als Lehrer zu arbeiten. Da ich auch noch relativ jung bin, nutze ich diese Gelegenheit, um ein Jahr zu überbrücken. Ich habe mir verschiedene Schulen angeschaut, die Sebastian-Grundschule hat mir aber am besten gefallen. Also habe ich mich beworben – zum Glück hat es geklappt.

Möchtet ihr denn später auch an einer Grundschule als Lehrer tätig sein?

Leon: Eigentlich möchte ich später gerne in der gymnasialen Oberstufe als Lehrer arbeiten. Aber vielleicht entscheide ich mich nach dem Jahr an der Grundschule auch noch um.

Maren: Bei mir ist das anders. Wenn ich studieren gehe, dann auf jeden Fall auf Grundschullehramt.

Vor dem Studium seid ihr noch ein knappes Jahr als Bufdi an der Schule. Wie waren die ersten Tage?

Leon: Wir sind jetzt seit dem ersten Schultag hier und ich bin positiv überrascht. Klar, ich hatte auch bestimmte Erwartungen und habe mir Gedanken gemacht, wie es werden würde. Diese Erwartungen wurden aber erfüllt. Es macht mir viel Spaß, mit den Kindern zu arbeiten und ihnen zu helfen.

Maren: Ich habe mir vorher gar nicht so viele Gedanken gemacht. Auch mir macht die Arbeit mit den Kindern Spaß, sie sind lieb und kommen schnell zu einem, wenn die Hilfe brauchen.

Wie sieht euer Arbeitsalltag an der Schule aus?

Maren: Hauptsächlich bin ich in der Klasse 1a. Drei andere Klasse begleite ich außerdem zum Schwimmunterricht.

Leon: Bei mir ist es ähnlich. Morgens ab 8 Uhr bin ich für die ersten Stunden in der 1b. Ich passe auf, dass die Kinder den Lehrern zuhören und helfe ihnen anschließend bei Aufgaben. In der Pause müssen wir Bufdis auch die Aufsicht auf dem Schulhof übernehmen. Ab dem Mittag sind wir dann an manchen Tagen in der Offenen Ganztagsschule. Dort unterstützen wir die Kinder bei ihren Hausaufgaben. Hin und wieder bin ich auch in der dritten Klasse unterwegs, um den Schülern vor allem bei Mathe zu helfen.

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