Rosendahl
„Musik ist Nahrung für die Seele“

Rosendahl. Konzerte an außergewöhnlichen Orten – das macht die Konzertreihe „mommenta münsterland“ aus. Dabei bieten hochkarätige und internationale Künstler ein ganz besonderes Musikereignis an. Die Konzertreihe kommt am morgigen Samstag (14. 9.) nach Höpingen. Anna Stegmann (Blockflöte) und Jorge Jiménez (Fidel) überraschen die Gäste mit „Lunaris“ – mittelalterliche, Renaissance- und Barockmusik verbinden die leidenschaftlichen Musiker mit modernen Stücken.

Freitag, 13.09.2019, 17:24 Uhr
Rosendahl: „Musik ist Nahrung für die Seele“
Sylvia Probst gehört zur „Keimzelle“ der Bürgerstiftung – und war mitunter die treibende Kraft, ein außergewöhnliches Konzert im Rahmen der Bürgerstiftung zu veranstalten. Foto: Leon Seyock

Die Bürgerstiftung, besonders Gründungsmitglied Sylvia Probst, hat sich viele Jahre dafür eingesetzt, ein Konzert in dieser Form in Rosendahl anbieten zu können. Redaktionsmitglied Leon Seyock hat mit ihr über die Anfänge gesprochen. Im Interview verrät sie außerdem, warum es erst unmöglich war, solch ein Konzert in Rosendahl anbieten zu können.

Am Samstag findet ein mommenta-Konzert in Rosendahl statt. Herzlichen Glückwunsch, dass Sie ein Konzert der Reihe für sich gewinnen konnten.

Sylvia Probst: Vielen Dank! Mit großer Freude und Spannung sehen wir dem Konzertereignis am Samstag in der St.-Anna-Kapelle in Höpingen entgegen. Und wir, die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung, sind stolz und glücklich, dass es uns gelungen ist, ein Konzert der Reihe „mommenta Münsterland“ nach Rosendahl zu holen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn es gab viele Anwärter.

Wie kommt es, dass die Bürgerstiftung ein Konzert dieser Art anbietet?

Probst: Kunst und Kultur liegt mir sehr am Herzen. Das war der ursprüngliche Grund einer Initiative, woraus vor fünf Jahren die Bürgerstiftung entstanden ist. Die „Keimzelle“ hatte das Anliegen, dass auch in Zeiten knapper Kasse ein Kunst- und Kulturangebot zur Lebensqualität der Gemeinde gehören sollte. In den vergangenen fünf Jahren haben wir viele Projekte unterstützt und gefördert – aber ein reines Konzert war nicht dabei.

Aber Sie haben immer an Ihrer Idee eines eigenen Konzertes festgehalten?

Probst: Genau. Hier muss ich augenzwinkernd sagen, dass ich dieses Thema immer wieder bei Sitzungen angesprochen habe. Möglicherweise bin ich ein wenig die treibende Kraft gewesen. Denn Musik ist die Nahrung der Seele – und ich liebe die Musik und Konzerte. Vor allem durch meinen Aufenthalt in London von 1980 bis 1985 habe ich viel Musik erlebt. Die Durchführung eines Konzertes in Rosendahl schien aber leider zunächst wegen mehrerer Faktoren unmöglich.

Welche waren das?

Probst: Finanziell verfügen wir über zu geringe Mittel, um die Gage der Künstler zu bezahlen. Zweitens wäre die Bürgerstiftung mit der Planung, Organisation und Durchführung personell und zeitlich überfordert gewesen. Und drittens bot sich auch ein geeigneter Ort nicht sofort an.

Wie konnten Sie dann die mommenta-Konzertreihe nach Rosendahl holen?

Probst: Nachdem ich selbst zwei Konzerte der Reihe besucht habe, nahm ich Kontakt mit Dr. Susanne Schulte auf, die Intendantin der GWK-Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit. Als einige Voraussetzungen und Abläufe geklärt waren, schien eine Durchführung nicht mehr unmöglich zu sein.

Was ist seit dem Treffen passiert?

Probst: Seitdem ist fast ein Jahr vergangen. Mit der St.-Anna-Kapelle haben wir einen wunderbaren, stimmungsvollen Ort für ein Konzert gefunden. Nach Ortsbesichtigung mit Prüfung der Akustik und Zustimmung der Kapellengemeinde für unser angestrebtes Vorhaben erhielten wir schließlich die Zusage der GWK. Dann wurden Termine abgestimmt und die konkrete Planung begann – und jetzt ist es schließlich so weit.

Was erwartet die Gäste und was versprechen Sie sich von dem Konzert?

Probst: Bei der Veranstaltung wird die Bürgerstiftung die Gäste in der Pause mit Getränken und einem kleinen Imbiss verwöhnen. Wir möchten versuchen, die Aufmerksamkeit der Bürger auf unsere Bürgerstiftung und unsere ehrenamtliche Arbeit zu richten. Auch mag unser Engagement, wie jetzt für das Konzert, zeigen, dass es sinnvoll ist, die Bürgerstiftung zu unterstützen – sei es durch Mitarbeit, Spenden oder durch Erhöhung unseres Basiskapitals.

Was erhoffen Sie sich persönlich für die Zukunft?

Probst: Es bleibt zu hoffen, dass weitere Konzerte oder Veranstaltungen folgen, für die wir weiterhin geeignete Orte suchen. Eventuell wird uns ja nach diesem Konzert der Zugang zu sonst streng privaten Räumlichkeiten gewährt, von deren Existenz wir eigentlich gar nicht wissen...?

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