Bürgermeister stellt sich im kommenden Jahr ein zweites Mal zur Wahl
Gottheil will im Chefsessel bleiben

Rosendahl. Kein einmaliges Intermezzo soll seine fünfjährige Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Rosendahl sein. „Wie ich im vergangenen Wahlkampf schon angekündigt habe, möchte ich auch langfristig im Amt bleiben und etwas bewegen“, sagt Christoph Gottheil. Deshalb war für ihn ohne große Überlegungen klar: Gottheil wird sich am 13. September 2020 noch einmal zur Wahl stellen und seinen Hut als Bürgermeister-Kandidat in den Ring werfen. Damit bewirbt sich der parteilose Holtwicker aus seinem Amt heraus.

Samstag, 19.10.2019, 15:45 Uhr aktualisiert: 19.10.2019, 16:00 Uhr
Bürgermeister stellt sich im kommenden Jahr ein zweites Mal zur Wahl: Gottheil will im Chefsessel bleiben
Christoph Gottheil zog nach der gewonnen Wahl im Jahr 2015 als Chef in das Rosendahler Rathaus ein – seinen Platz möchte er im kommenden Jahr verteidigen. Ob und welche weiteren Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen. Foto: lsy/Archiv; Kollage: Günter Driemer

Wichtig sei ihm besonders die Chemie zwischen den Kollegen, der Politik und ihm selbst. „Ich habe das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind“, begründet Gottheil seine Entscheidung, im Chefsessel bleiben zu wollen. Viele Projekte, die in Planung seien, möchte er auch in Zukunft begleiten. „Dabei sehe ich mich vor allem als Impulsgeber. Umgesetzt werden die Projekte immer mit dem ganzen Team“, betont Gottheil.

Ich möchte langfristig im Amt bleiben und etwas bewegen.

Bürgermeister Christoph Gottheil

Schwerpunkte möchte der noch amtierende Bürgermeister im Falle einer zweiten Kandidatur eine Menge setzen. Unter anderem werde die Digitalisierung in den Schulen weiterhin in den Vordergrund rücken. „Auch möchte ich mit weiteren Betreuungsangeboten für Kinder je nach Bedarf nachsteuern“, kündigt Gottheil an. Die Situationen der Feuerwehrgerätehäuser möchte Gottheil in allen drei Ortsteilen in den Fokus nehmen. „Die Gebäude in Darfeld und Osterwick sollen an- und umgebaut werden, für das Feuerwehrgerätehaus in Holtwick ist ein Neubau geplant“, so Gottheil. Die Infrastruktur in der Gemeinde soll sich weiterhin verbessern – in diesem Zuge habe der Bürgermeister auch die Umgestaltung der Ortsdurchfahrten in Holtwick und Osterwick auf der Agenda. Im Blick hat Gottheil auch eine Verbesserung der Sportstätten. So gebe es beispielsweise Planungen für neue Kunstrasenplätze oder das Dorfgemeinschaftshaus, das am Darfelder Sportplatz entstehen soll. Die Themen Neubaugebiete und Nachverdichtung stehen ebenfalls auf seiner Liste, falls es zu einer zweiten Amtszeit kommen sollte. „Trotz einiger Störfeuer ist insgesamt die Richtung vorgezeichnet, in der wir konstruktiv auf Augenhöhe zusammengekommen sind“, blickt Gottheil auf die vergangenen Jahre als Bürgermeister zurück.
Als „einschneidende Projekte“ bezeichnet er den Glasfaserausbau sowie die Vermarktung von Wohnbaugrundstücken, für das er sich in seiner bisherigen Amtszeit stark machte. Mit dem Programm Gute Schule 2020 seien außerdem die Schulen in Rosendahl fit gemacht worden, beispielsweise durch Sanierungen der Sanitäranlagen. Auch die Zweifachhalle wurde instand gesetzt. In den vergangenen Jahren sei außerdem die Sekundarschule „wieder ins ruhige Fahrwasser“ gebracht worden. „Einen großen Schritt haben wir auch im Hinblick der Windenergie gemacht“, resümiert Gottheil. „Die Energiewende haben wir jetzt eingeläutet.“ Rosendahl sei die Gemeinde im Kreis mit der besten Energiebilanz. Nicht zuletzt nennt der Bürgermeister auch die Flurbereinigung. 13 Kilometer Wirtschaftswege seien bislang saniert worden. Auch wenn es – besonders in der jüngsten Vergangenheit – zu Meinungsverschiedenheiten bei diesem Thema kommt: „Insgesamt finden wir vernünftige Kompromisse“, urteilt Gottheil – der gerne im Chefsessel bleiben möchte.

Die Fraktionen vor der Kommunalwahl

Noch in der Findungsphase befinden sich im Moment die Fraktionen im Gemeinderat. „Bei der SPD steht momentan das Finden der Kandidaten für die Wahlbezirke im Vordergrund“, teilt Klaus-Peter Kreutzfeldt als Fraktionsvorsitzender mit. Ob davon einer als Bürgermeister kandidieren wird, stehe noch nicht fest. Die CDU-Fraktion habe bereits „Tendenzen und gute Ideen“ für den Wahlkampf, so Vorsitzender Ralf Steindorf. Das Finden eines Kandidaten sei allerdings Sache der Partei, betont er. Hartwig Mensing von der WIR stellt klar, dass sie keinen Kandidaten ins Rennen schicken werden. „Wir sind mit dem Job des Bürgermeisters zwar nicht immer einverstanden, er macht ihn aber gut“, begründet Mensing die Unterstützung Gottheils – wie auch schon vor fünf Jahren. Auch Winfried Weber von den Grünen teilt mit, dass die Fraktion hinter Gottheil stehen wird.

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