Öffentliche Sportanlagen weiter gesperrt
Skaten und Basketball bleiben tabu

Coesfeld. Mit den ersten Lockerungen in der Corona-Pandemie öffneten auch wieder die Spielplätze in der Kreisstadt – anders als die öffentlichen Sportanlagen. An diesen sind noch immer – auch nach weiteren Lockerungsmaßnahmen, die seit diesem Montag in Nordrhein-Westfalen greifen – Schilder angeschlagen, dass eine Nutzung untersagt ist. „Der Platz an der Grundschule in Lette mit Spielfeldern für Fußball, Beachvolleyball und Basketball ist leider immer noch gesperrt“, hat Leserin Gerburgis Brosthaus festgestellt.

Sonntag, 21.06.2020, 11:26 Uhr
Öffentliche Sportanlagen weiter gesperrt: Skaten und Basketball bleiben tabu
Die Coronaschutzverordnung des Landes in der aktuell gültigen Fassung sieht vor, dass öffentliche Sportanlagen maximal von 30 Personen zur gleichen Zeit genutzt werden dürfen und dass eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion gegeben sein muss. Beides könne die Stadt allerdings nicht gewährleisten. Deshalb bleiben die Plätze zum Leidwesen der Nutzer noch gesperrt. Foto: privat

„Man muss hier zwischen Spielplätzen und Sportstätten unterscheiden“, informiert Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage unserer Zeitung. Denn eine Öffnung der Spielplätze habe die Absicht gehabt, Kindern und Eltern Möglichkeiten zu bieten, draußen zu spielen.

Bei Sportanlagen und Multisportfeldern sei das anders. Zwar dürften nach aktuell gültiger Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bis zu 30 Personen gleichzeitig nicht-kontaktfreie Sportarten unter freiem Himmel betreiben. Generell, so die Verordnung, „sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern“ zu sichern. Auch eine Rückverfolgbarkeit im Falle einer Infektion muss bei Nutzung der Anlagen gewährleistet sein. „Wir können, wenn wir diese Anlagen öffnen, nicht sicherstellen, dass die maximale Zahl der Nutzer eingehalten wird und wir können nicht zurückverfolgen, wer die Anlage wann genutzt hat“, stellt die Stadtsprecherin heraus.

Das sei der Grund, warum auch die Skateanlagen in Coesfeld und Lette weiterhin nicht genutzt werden dürfen. „Diese Anlagen sind gleichzeitig auch beliebte Treffpunkte. Es gilt weiterhin, Kontakte einzuschränken“, teilt Zirkel mit. Dadurch, dass öffentliche Sportanlagen weiter geschlossen bleiben, wolle man auch eine Missachtung der Regeln verhindern. „Wir stecken in einer Zwickmühle. Wir dürfen Sportstätten nicht wie Spielplätze behandeln, auch wenn uns eine weitere Schließung sehr leid tut“, betont Andrea Zirkel.

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