In aller Herrgottsfrühe musste der Meistermacher raus aus den Federn
Trainer Markus Grotthoff lässt es ruhiger angehen

Billerbeck (uh). Markus Grotthoff ist keine 20 mehr. „Ich bin 39“, sagte er und schaute schon ein paar Tage voraus: „Am 24. Juni hab' ich Geburtstag.“ Dann wird er 40. „Da muss man mit seinen Kräften haushalten.“ Drum hat er es bei der Meisterfeier am Pfingstmontag etwas ruhiger angehen lassen. „Ich musste die Reißleine ziehen“, meinte der Trainer vom A-Liga-Champion DJK-VfL Billerbeck, „ansonsten wäre ich am andern Tag auf der Felge gelaufen.“ Kurzerhand verabschiedete er sich von seinen Feierbiestern, die am Helker Berg die Nacht zum Tage machten „Halb eins lag ich im Bett“, erzählte Grotthoff, „am Dienstagmorgen um 6.30 Uhr klingelte der Wecker.“ Sein Job rief. Markus Grotthoff ist Heilerzieher bei den Werkstätten für Behinderte in Tilbeck. „Eine Arbeitskollegin hat mich abgeholt“, berichtete er, „das war auch gut so, denn ich hätte garantiert noch nicht fahren dürfen.“ Der Party-Marathon nach dem 5:0-Sieg gegen die SG Coesfeld 06 II hatte auch bei ihm Spuren hinterlassen. „Schön war's“, blickte er kurz zurück auf den Abpfiff, als seine Spieler wie kleine Kinder über den Kunstrasen tollten, „es war ein tolles Gefühl, als ich die Meisterschale in den Händen hielt.“ Das schöne Stück, in Eigenfabrikation hergestellt, reichte er dann weiter an Max Zumbülte, einen der Jüngsten in seinem Team. „Nach dieser bärenstarken Saison haben sich die Jungs die Feier auch mehr als verdient“, sagte er.

Dienstag, 10.06.2014, 14:44 Uhr

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