Fußball: Schwarz-Weiß Beerlage kann nur wenige Torchancen herausspielen / 0:2 gegen Seppenrade II

Darup. Lennart Götte ist eine ehrliche Haut. „Die Anfangsphase war gut. Doch das allein reichte nicht“, meinte der gesperrte Spielertrainer von Schwarz-Weiß Beerlage, „dann haben wir deutlich nachgelassen, bekamen keinen Zugriff mehr aufs Spiel und haben die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld verloren.“ Götte wollte die 0:2-Niederlage gegen die Reservisten von Fortuna Seppenrade im spannungsgeladenen Entscheidungsspiel um Platz 13, den Relegationsplatz in der Kreisliga B, nicht schönreden.

Donnerstag, 23.06.2016, 16:18 Uhr

Fußball: Schwarz-Weiß Beerlage kann nur wenige Torchancen herausspielen / 0:2 gegen Seppenrade II :
Den Ball eng am Fuß, schlängelt sich Attila Olah durch die gegnerische Abwehrreihe. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Dabei ging es prima los: Einen strammen Schuss von Christian Kalvelage blockte Marius Schemmer, der Verteidiger aus Seppenrade, in der 16. Minute. Kalvelage reklamierte ein Handspiel. Christoph Dastig, der tadellose Schiri, klug unterstützt von seinen beiden Assistenten Jan Hörsting und Henrik Jasper, hatte keine Widrigkeit gesehen und ließ weiterspielen. Mit einer Energieleistung wühlte sich Manuel Tälkers in der 22. Minute in den gegnerischen Sechzehner, doch ehe er Flurschaden anrichten konnte, lenkte ein Fortune den Ball ins Aus. Ecke! Wieder bekam Tälkers die Kugel maßgerecht auf seinen Schlappen, erneut gab es einen Eckstoß.

Nach einem feurigen Beginn erlahmten die Bemühungen der Beerlager mehr und mehr. Wenig später folgte der Schock in der Abendsonne: Vincent Jankowiak zielte aufs Tor. Simon Hölper erwischte den Abpraller und traf in der 29. Minute zum 1:0 für Fortuna Seppenrade II.

Schon in der 35. Minute wäre fast der Ausgleich gefallen. Manuel Tälkers schug von der linken Seite eine Ecke in den Strafraum. Julian Tacke, neben Lennart Götte der zweite Beerlager Spielertrainer, lauerte am Außenpfosten, stocherte so lange, bis er an den Ball kam. Allerdings traf er nur das Aluminium. Dumm gelaufen. Dies war zweifellos die größte Chance in Durchgang eins, denn bis zur Pause passierte auf beiden Seiten nichts mehr. „in der zweiten Hälfte“, so Götte, „wollten wir Gas geben.“ Manuel Tälkers stellte den Fortunen-Keeper in der 53. Minute auch auf eine harte Probe, die Jan Hegemann bravourös bestanden hat.

Mit einem Flugkopfball in der 66. Minute verpasste Vincent Jankowiak nur haarscharf das 2:0 und damit eine Vorentscheidung. Als sich Alexander Dransfeld in der 70. Minute in einer härter werdenden Auseinandersetzung von Schiri Dastig die Ampelkarte abholte, waren die Beerlager bloß noch mit zehn Mann auf dem Rasen.

„Aber nach dem Platzverweis sind wir sogar besser ins Spiel gekommen“, wunderte sich Lennart Götte über die Steigerung seiner Kadetten trotz Unterzahl, „wir haben alles probiert, aber gefährliche Aktionen waren leider nicht dabei, höchstens bei Standardsituationen.“ In der Nachspielzeit, als selbst Keeper Dirk Tönsgerlemann in den Sechzehner von Fortuna Seppenrade aufgerückt war, startete der Gegner nach Ballgewinn einen schnellen Konter, den Moritz Lüling mit dem 2:0 (90. Minute + 1) krönte. „Danach war’s vorbei“, erkannte Lennart Götte, der mit der Einwechselung von Andreas Tacke für Christian Kalvelage in der 78. Minute noch für frische Impulse im Offensivspiel gesorgt hatte.

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