Kreisliga A: VfL Billerbeck und SW Holtwick liefern sich einen verbissenen Schlagabtausch
Leidenschaft und Willenskraft

Holtwick/Billerbeck. Steffen Szymiczek war happy. „Die Jungs haben in der ersten Halbzeit eine bärenstarke Leistung gezeigt“, lobte der Billerbecker Trainer sein Personal nach dem 3:2-Sieg, „auch in der zweiten Hälfte lief es lange sehr gut.“

Montag, 05.12.2016, 16:05 Uhr

Kreisliga A: VfL Billerbeck und SW Holtwick liefern sich einen verbissenen Schlagabtausch : Leidenschaft und Willenskraft
Strahlende Miene: Gut lachen hat Steffen Szymiczek nach dem Erfolgserlebnis in Holtwick. Foto: az

Als aber Calvin Majewski wegen Handspiels im eigenen Sechzehner den roten Karton sah, stieg bei seinem sportlichen Vorgesetzten der Kreislauf schlagartig in den kritischen Bereich. „Warum Rot? Dafür gibt es normalerweise Gelb“, schimpfte Szymiczek, der viele Entscheidungen von Schiedsrichter Thomas Wielens, vor allem nach der Pause, nur selten nachvollziehen konnte.

Die Partie, die nach einer 3:0-Führung für den A-Ligisten VfL Billerbeck, erzielt durch zwei Kopfbälle von Kapitän Max Zumbülte und einem Tor von Turbo-Dribbler Adenis Krasnigi, bereits entschieden schien, war nach dem 1:3-Anschlustreffer von Henning Barenbrügge und dem verwandelten Strafstoß von Jojo Dönnebrink wieder offen. „In der hitzigen Schlussphase mussten wir aufpassen, dass wir nicht noch den Ausgleich bekommen“, betonte Szymiczek, „zumal wir einen Mann weniger auf dem Feld hatten.“ Dank Ehrgeiz, Leidenschaft und purer Willenskraft fiel die Unterzahl kaum ins Gewicht.

Die Vorstellung im zweiten Durchgang habe auch ihm gefallen, erklärte Ahmed Ibrahim, der die Holtwicker gemeinsam mit Jojo Dönnebrink coacht, „da war Dampf und Feuer in unseren Aktionen.“ Doch mit dem lethargischen Spiel vor dem Seitenwechsel konnte er sich überhaupt nicht anfreunden. „Dabei hatten wir vorher noch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Billerbeck ein Gegner ist mit enorm hoher Qualität“, teilte Jojo Dönnebrink die kritischen Töne seines Mitstreiters, „das ist eine starke Mannschaft, auch wenn sie in der Tabelle nicht im ersten Drittel auftaucht.“

Die zweite Heimpleite in dieser Saison habe das gesamte Holtwicker Team verbockt, wetterte Ahmed Ibrahim, „wir sind selber schuld, dass wir drei Punkte liegen gelassen haben.“ Enttäuscht zog er Bilanz: „Das war zu wenig. Viel zu wenig.“ Noch bevor Ibrahim den Kunstrasen verließ und in Richtung Kabine stapfte, machte er einen Bogen, ging zum Kollegen Szymiczek und gratulierte ehrlich zum 3:2-Sieg.

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