Billerbeck
Starkes Comeback in Unterzahl

Billerbeck. Die Glückseligkeit über ein furioses Comeback in Unterzahl, über den kaum mehr erwarteten Punkt gegen den FC Epe wich in Minute 90.+3 dem blanken Entsetzen. Denn Leon Holtmann, der Joker des VfL Billerbeck, wurde im gegnerischen Strafraum deutlich zu Boden gerissen – die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. „Klarer Elfmeter, mehr geht nicht“, zeigte sich Steffen Szymiczek fassungslos. „Damit ist uns die Chance auf das 3:2 genommen worden.“

Montag, 15.10.2018, 08:58 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 19:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 15.10.2018, 08:58 Uhr
Billerbeck: Starkes Comeback in Unterzahl
Auf dem Weg zur vermeintlichen Vorentscheidung: Philipp Hörst (rechts) versetzt Timo Muddemann und trifft zum 0:2 – am Ende kam der VfL Billerbeck aber zurück und erkämpfte ein 2:2. Fotos: fw Foto: az

So rückte ein wenig in den Hintergrund, was die Mannschaft zuvor geleistet hatte. Denn in der 62. Minute, als die Gäste auf 2:0 erhöhten, schien der VfL mausetot, zumal Andreas Lembeck zwei Minuten zuvor für ein Foul an Niklas Wissing die rote Karte gesehen hatte. „Ich habe trotzdem daran geglaubt, dass wir noch etwas holen können“, wollte der Trainer von einer ausweglosen Situation nichts wissen. „Ich weiß ja, wie es um die Moral der Jungs bestellt ist.“

In die Probleme hatten sich die Billerbecker selbst manövriert, denn einmal mehr gelang es ihnen nicht, trotz guter Möglichkeiten in Führung zu gehen. „Wir müssen einfach mal das Ding über die Linie drücken“, dachte Szymiczek an die Chancen von Niklas Kuhlage, der in der 10. Minute nach einer Ecke an Niklas Baumann scheiterte und elf Minuten später nach feinem Querpass von Felix Leimkühler aus kürzester Distanz ebenfalls im FC-Schnapper seinen Meister fand. Nachdem Max Zumbülte einen Kopfball haarscharf zu hoch platziert hatte (22.), kam auch Felix Leimkühler in der 43. Minute nicht an Baumann vorbei. „Wir gehen nicht in Führung und kassieren so ein Gegentor“, schüttelte Szymiczek den Kopf – tatsächlich drückte Jannik Holtmann kurzerhand aus fast 40 Metern ab und traf mit Windunterstützung zum 0:1 (44.).

Nur zwei Minuten nach der roten Karte gegen Andreas Lembeck ging Philipp Hörst nach einem Steilpass auf die Reise, ließ Timo Muddemann ins Leere laufen und vollendete zum 0:2. „Völlig ärgerlich, weil das Tor aus einer Ecke für uns entstanden ist“, sagte der VfL-Trainer. Trotzdem gab sein Team nicht auf und profitierte ein Stück weit auch davon, dass die Gäste im Gefühl des sicheren Sieges nicht mehr an ihr Limit gingen. Ein Eigentor von Jan Backenecker Serne, der eine scharfe Hereingabe von Max Vandieken über die Linie bugsierte (75.), brachte den VfL zurück ins Spiel. Und in der 90. Minute fiel tatsächlich der Ausgleich: Timo Muddemann passte auf Niklas Kuhlage, der aus halblinker Position an den langen Pfosten zielte – den Abpraller drückte Leon Holtmann zum 2:2 ins Netz. Und beinahe wäre sogar das Siegtor möglich gewesen, aber es gab diesen Elfer eben nicht. Das konnte Steffen Szymiczek nicht verstehen: „Alle hier haben es gesehen.“ Nur der Schiri nicht. 7 VfL Billerbeck – FC Epe 2:2; Tore: 0:1 Jannik Holtmann (44.), 0:2 Philipp Hörst (62.), 1:2 Jan Backenecker Serne (75., ET), 2:2 Leon Holtmann (90.).

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