Billerbeck
Materialprobleme – VfL rutscht in Buldern böse aus

Billerbeck (fw). Der böse Ausrutscher bahnte sich frühzeitig an. Die Billerbecker schlitterten teilweise über den ebenso tiefen wie seifigen Rasen, als hätten sie Ballettschläppchen statt standesgemäße Treter an den Füßen. „Eindeutig Materialprobleme“, fand Steffen Szymiczek eine treffende Umschreibung für das, was seine Mannschaft in diesem Kellerduell hingelegt hatte. Während der VfL den Kampf an diesem Tag nicht annehmen konnte, fightete Adler Buldern um jeden Grashalm, ballerte den Gegner mit 4:1 vom Feld und schnurstracks auf einen Abstiegsplatz.

Montag, 12.11.2018, 09:42 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 20:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.11.2018, 09:42 Uhr
Billerbeck: Materialprobleme – VfL rutscht in Buldern böse aus
Vertauschte Rollen: Hier geht zwar Adler-Spieler Jan Humberg (vorne), der sich später verletzte, zu Boden, letztlich rutschten aber Lukas Zumbülte und der VfL Billerbeck böse aus. Foto: Frank Wittenberg

Vielleicht wäre die Partie anders gelaufen, hätte der VfL die erste Chance in der dritten Minute genutzt. Allerdings zögerte Leon Holtmann nach einer Flanke von Matthias Möllering einen Tick zu lange und ließ sich in bester Position noch von Nils Humberg blocken. Das sollte für lange Zeit die letzte Möglichkeit der Gäste bleiben, die es auf dem holprigen Platz zu häufig mit „klein-klein“ probierten, dazu immer wieder Probleme mit der Standfestigkeit hatten. „70 Prozent Ballbesitz, aber 70 Prozent der Zweikämpfe verloren“, schüttelte Szymiczek den Kopf. „Das sagt alles.“

Hinzu kam ein Gegner, der schnörkellos seine Chance suchte. Konter, Lasse Olbrich auf Nils Humberg, das 1:0 in der 14. Minute. Und nachdem Leon Friedrich bei zwei weiteren Kontern einen höheren Rückstand verhindert hatte, pfiff der Schiri nach einem Zweikampf zwischen Lasse Olbrich und Timo Muddemann Elfmeter – den versenkte Daniel Krzeminski zum 2:0 (38.).

Im einsetzenden Regen wurde es auch in der zweiten Halbzeit nicht besser. Matthias Schulze Bisping scheiterte mit einem Freistoß an Adler-Torwart Fabian Püth (64.), und nur zwei Minuten später klingelte es hinten nach einem kapitalen Fehlpass im Mittelfeld erneut: Tim Nieswandt ging auf und davon, ließ sich vom ausrutschenden Timo Ebbing nicht stören und traf zum 3:0. Nur zwei Minuten später weckte Leon Holtmann mit dem 3:1 neue Hoffnung – aber nach einer achtminütigen Verletzungsunterbrechung und dem Wiederanpfiff dauerte es keine 20 Sekunden, da hatte Lasse Olbrich mit dem 4:1 den Deckel drauf gemacht. Entsprechend enttäuscht war der Trainer. „Das war so nicht zu erwarten“, suchte Stzeffen Szymiczek nach den passenden Worten. „Wir müssen uns hinterfragen, denn etliche Spieler waren heute nicht bei 100 Prozent.“ 7 Adler Buldern – VfL Billerbeck 4:1; Tore: 1:0 Nils Humberg (14.), 2:0 Daniel Krzeminski (38., FE), 3:0 Tim Nieswandt (66.), 3:1 Leon Holtmann (68.), 4:1 Lasse Olbrich (74.).

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