Billerbeck
Walter „Iceman“ Okon hat seine gute Laune verloren

Billerbeck (uh). Eisig war sein Gesichtsausdruck. Walter Okon, der „Iceman“ aus Billerbeck, hatte seine gute Sonntagslaune verloren. „I’m not amused“, meinte er in astreinem Englisch, „ich bin nicht erfreut.“ Ja, das überraschende 3:3-Unentschieden gegen den SV Hohemlimburg 1910 ging ihm gewaltig gegen den Strich.

Montag, 10.12.2018, 19:59 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 05:22 Uhr
Billerbeck: Walter „Iceman“ Okon hat seine gute Laune verloren
Eingewechselt in der zweiten Halbzeit: Maren Schulte. Foto: Frank Wittenberg

„Aber so ist das nun mal beim Fußball“, fügte derVfL-Trainer hinzu, „wir passen uns oft dem Niveau des Gegners an. Genau das haben wir schon gegen Gremmendorf getan.“ Und diese beiden Mannschaften zählen gewiss nicht zu den Hochkarätern in der Westfalenliga: Gremmendorf ist Vorletzter in der Tabelle und Hohenlimburg sogar Letzter.

Mit einem platzierten Freistoß waren die Gäste in der ersten Hälfte in Führung gegangen. „Das“, klagte Walter Okon, „war der erste Schuss auf unser Tor.“ Und der saß! Pascale Kampczyk (27. Minute) war die Schützin zum 1:0-Pausenstand. „Da haben wir eindeutig gepennt“, kritisierte Okon die Konzentrationsschwächen seiner Damen.

Aber im zweiten Durchgang lief es deutlich besser, zumindest knappe zehn Minuten lang. „Vom Neutralbetrieb haben wir in den Angriffsmodus umgeschaltet“, berichtete Okon, „und sind in kurzer Zeit auf 3:1 weggezogen.“ Franziska Diekmann (48.) glich aus zum 1:1. Betty Anane (50.) erzielte das 2:1. Und Anna Haberecht (54.) erhöhte auf 3:1. Dank des beruhigenden Vorsprungs ließen es die Billerbeckerinnen erneut schleifen, was sich rächen sollte. Meltem Coskan (63.) verkürzte auf 2:3. Sabrina Höhle (77.) schaffte das 3:3.

„Mit den Torschüssen Nummer zwei und drei war wieder alles offen“, ärgerte sich Okon über die Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit, „in der Nachspielzeit hatten wir dann noch eine Riesenchance.“ Anna Haberecht (90. + 1) kam jedoch an Keeperin Pia Holtmann nicht vorbei.

Der eine Zähler sorgte für frostige Stimmung. „Die Punkte, die wir in dieser Saison bereits großzügig verschenkt haben, kosten uns am Ende eine höhere Platzierung“, schimpfte Walter Okon, „dabei war das nicht mal ein übermäßig starker Gegner.“ Wenn nicht gegen das Schlusslicht, gegen wen sonst wollen sie die Siege einfahren. 7 VfL Billerbeck - SV Hohenlimburg 1910 3:3; Tore: 0:1 Pascale Kampczyk (27.), 1:1 Franziska Diekmann (48.), 2:1 Betty Anane (50.), 3:1 Anna Haberecht (54.), 2:3 Meltem Coskan (63.), 3:3 Sabrina Höhle (77.)

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