Billerbeck
Im Sommer ist Schluss

Billerbeck. Steffen Szymiczek hat fertig. „Ich bin jetzt in der vierten Saison in Billerbeck, doch ein fünftes Jahr wird es leider nicht geben“, erklärt der Meistermacher, „ich räume im Sommer das Feld.“ Aber vorher, betont Szymiczek, wolle er den Klassenerhalt perfekt machen. „Alles werde ich dafür tun, dass wir in der Bezirksliga bleiben!“ Mit Herzblut und Leidenschaft soll dieses Ziel realisiert werden.

Sonntag, 20.01.2019, 16:09 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 17:04 Uhr
Billerbeck: Im Sommer ist Schluss
Der Abschied ist nicht mehr fern: Steffen Szymiczek (rechts) wird den Bezirksliga-Aufsteiger VfL Billerbeck am Saisonende verlassen. Dann gehen der Meistertrainer und Meisterkapitän Max Zumbülte getrennte Wege. Foto: az

Am Wochenende hat er die Spieler und den Verein über seinen Abgang informiert. Wie ein Lauffeuer machte die Nachricht die Runde. „Es war eine sau schwierige Entscheidung und ich weiß schon jetzt, dass ich mich immer gerne an die intensive Zeit in Billerbeck erinnern werde - jedoch merke ich, dass es für mich immer schwieriger wird allen; auch mir selbst, gerecht zu werden“, begründet Steffen Szymiczek seine Entscheidung.

2018 war auch ein ereignisreiches Jahr. Samy, seine Ehefrau, schenkte ihm einen Sohn namens Thilo. Kompliziert war die Geburt, seine bessere Hälfte musste lange im Krankenhaus bleiben. Auch der Hausbau, viel in Eigenregie, fordert nebenbei eine Menge Energie. Auch wenn’s ihm nicht leicht fällt, wird er eine Fußballpause einlegen. „Ich kann ausschließen, dass ich in der kommenden Saison irgendwo als Trainer tätig bin“, kündigt er eine Auszeit an.

Die Meisterschaft mit dem Aufstieg in der Relegation gegen den SV Bösensell war natürlich das sportliche Highlight in seiner noch jungen Karriere. 33 ist er erst - und schon ein Erfolgstrainer. „Das war eine großartiger Errungenschaft in der Kreisliga A und toll, mit den jungen Leuten zu arbeiten“, zieht er Bilanz, „dass ich nebenbei auch noch andere Baustellen bearbeiten musste, hat Ausdauer und Kraft gekostet.“ Für ihn ist es „der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören“.

Die Mannschaft, die aktuell in der Bezirksliga-Tabelle auf Platz 15 steht und damit in höchster Abstiegsgefahr schwebt, benötige langfristig „neue Impulse“, wie er selber sagt. Das letzte halbe Jahr liegt ihm natürlich schwer im Magen. „Wie das gelaufen ist, habe ich in meinen schlimmsten Albträumen nicht erwartet“, hadert er mit dem unbefriedigenden Abschneiden, „dass wir so eklatant abrutschen würden, hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Die letzten vier Niederlagen gegen direkte Abstiegskonkurrenten, die man auch als Pleiten, Pech und Pannen bezeichnen kann, haben zwar Spuren hinterlassen. Doch Steffen Szymiczek ist keiner, der die Flinte vorschnell ins Korn pfeffert. „Wir werden das packen und hart arbeiten“, schlägt er optimistische Töne an, „ganz bestimmt!“ Szymiczek, unterstützt von Philipp Daldrup (siehe Extra-Story) wird er weiterhin alles geben, um seinem Nachfolger einBezirksliga-Team zu hinterlassen.

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