Billerbeck
Blutdruck 180 ist zu hoch

Billerbeck (uh). Den Notdienst hat keiner gerufen, auch wenn Steffen Szymiczek noch lange nach dem Schlusspfiff auf 180 war. Sein Blutdruck lag weit über der Norm. Referee Christian Jelges war schuld mit seiner Entscheidung, die bei den Coesfeldern Heiterkeit hervorrief und dem Billerbecker Trainer die Zornesröte ins Gesicht trieb. „Erst zeigt er Abseits an, dann ändert er seine Meinung auf Zuruf und gibt das Tor“, ärgerte er sich über das 3:0 für den Gastgeber DJK Coesfeld-VBRS, wobei nicht Mario Worms der Schütze war, wie Jelges in den Spielbericht eingetragen hatte, sondern Cedric Pollmeier. „Sowas habe ich noch nie erlebt“, schimpfte Szymiczek und schüttelte seine Mähne, „das war die Schlüsselszene.“ Mit diesem Treffer aus der 73. Minute lag das Schlusslicht nahezu aussichtslos zurück.

Montag, 25.02.2019, 16:31 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 06:52 Uhr
Billerbeck: Blutdruck 180 ist zu hoch
Autsch: Lukas „Lucky“ Zumbülte (links) stoppt den Coesfelder Goalgetter Mario Worms (rechts). Foto: Ulrich Hörnemann

Steffen Szymiczek, der kurzfristig auf seinen Sechser Mathias Schulze-Bisping verzichten musste, dessen Part Max Vandieken übernahm, wollte nicht verhehlen, dass der 4:1-Erfolg des Tabellenzweiten letztendlich verdient gewesen sei. „Aber eine Stunde lang haben wir es verhindert, dass die Coesfelder ihre Qualität ausspielen konnten“, erklärte er, „dann kam Borgert und drehte das bis dato ausgeglichene Spiel.“ Beim 0:1 (62.) habe „die Abwehr zu tief gestanden“, wie er kritisch anmerkte, „das 2:0 hat Borgert sehr gut mit seinem Querpass eingeleitet“, so dass Capitano Lars Ivanusic (70.) die Kugel nur noch einschieben musste. Zum 0:3 von Pollemeier (73.) wollte er lieber nichts mehr sagen – und beim 0:4, wiederum von Borgert (74.) clever erzielt, war die Messe eh gelesen.

Die 1:4-Niederlage, bei der dem eingewechselten Jungspund Hennig Piegel (77.) der Ehrentreffer gelang, sei „verdammt bitter“ gewesen und „viel zu deutlich“ ausgefallen. Dabei dachte Szymiczek an die beiden Hochkräter in Durchgang eins durch Leon Holtmann und Max Zumbülte. Doch auch die Gastgeber besaßen ihre Möglichkeiten, die Marius Borgert und Lucca Rensing allerdings nicht verwerteten.

Nach der Pause war der Titelkandidat effektiver. Engin avuzaslan lobte seine Truppe: „Sauber gemacht, Jungs!“

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