Billerbeck
Kämpfen, bis der Arzt kommt

Billerbeck. Nur mit Halbgas ist in der Bezirksliga kein Spiel zu gewinnen und gegen Rot-Weiß Deuten schon gar nicht. „Wir müssen bis an unsere Grenzen gehen, um unter allen Umständen zu verhindern, dass Deuten in Fahrt kommt“, sagt Steffen Szymiczek vorm Duell mit dem Klassenprimus, „wenn wir das schaffen wollen, ist es nötig, dass wir in den roten Bereich gehen.“ Und das kann wehtun.

Freitag, 22.03.2019, 22:05 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 12:34 Uhr
Billerbeck: Kämpfen, bis der Arzt kommt
Die 13 soll ihm Glück bringen: Max Zumbülte, Kapitän beim Bezirksligisten VfL Billerbeck. Foto: Ulrich Hörnemann

Aber anders werden sie gegen den Spitzenreiter nicht bestehen. Steffen Szymiczeks Credo lautet: „Alles raushauen, was möglich ist!“ Von einem Bonusspiel mag er nicht reden. „Ach was! Vielleicht haben wir diesmal das bessere Ende auf unserer Seite“, verbreitet er optimistische Töne. „Natürlich ist das eine schwierige Aufgabe in einer schwierigen Liga.“ Doch auch die sei lösbar, macht Szymiczek seinen Leuten Mut.

Schon in der Hinserie haben die Billerbecker dem Kontrahenten einen harten Kampf geliefert, der erst in der Nachspielzeit entschieden wurde. „Auf dem Rasen, der wegen des Regens sehr tief war, haben wir gut dagegengehalten und sind durch ein Tor von Leon Holtmann sogar 1:0 in Führung gegangen“, erinnert er sich, „damals hat man schon gesehen, wieviel Qualität Deuten auf den Platz bringen kann.“ Dennoch verteidigten die Gäste gegen den Favoriten eine Dreiviertelstunde lang den knappen Vorsprung. „Durch einen abgefälschten Fernschuss fiel dann der 1:1-Ausgleich“, erzählt Szymiczek, „und in der zweiten Minute der Nachspielzeit hat der Schiri einen diskutablen Elfer gegen uns gegeben, den der Gegner zum 2:1 verwandelt hat.“ Aus dem möglichen Unentschieden wurde noch eine höchst unglückliche Niederlage, obwohl die Domstädter die Partie lange offen gehalten hatten. Nun treffen die beiden Teams erneut aufeinander – und die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Deuten peilt den Aufstieg an. Billerbeck will den Abstieg verhindern. „Dass wir gegen Lippramsdorf dreifach gepunktet haben, hat allen gutgetan – jetzt wollen wir mehr“, berichtet Steffen Szymiczek, „wir haben Heimvorteil und die eigenen Fans im Nacken. Die brauchen wir auch! Den Schwung, den uns die grandiose Kulisse am vergangenen Sonntag verliehen hat, wollen wir gegen Rot-Weiß Deuten mitnehmen.“ Er setzt auf die eigenen Anhänger und hofft auf lautstarke Unterstützung: „Das würde unserer jungen Truppe enorm helfen!“

Auf zwei bewährte Kräfte muss er verzichten: Felix Leimkühler hat’s am Knie und Niklas Kuhlage an der Leiste. Dafür kehrt Thomas Aupert nach seiner Sperre in den Kader zurück. 7 Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Billerbeck, Kunstrasen 2

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