Billerbeck
Klassenunterschied im Kellerduell

Billerbeck. Zeit, sich mit der Niederlage und dem Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt abzufinden, hatte er reichlich. Denn schon lange vor dem Abpfiff war klar, dass der VfL Billerbeck an diesem Nachmittag nicht den fünften Heimsieg in Folge holen würde, geschweige denn überhaupt einen Punkt. „Das war ein Klassenunterschied“, fasste Steffen Szymiczek die 90 Minuten zusammen – wobei er trotz des deutlichen 0:5 gegen die SpVgg. Vreden II sein Personal nicht an den Pranger stellen wollte: „Der Gegner hat einfach einen Sahnetag erwischt.“

Montag, 29.04.2019, 10:41 Uhr
Billerbeck: Klassenunterschied im Kellerduell
Symbolische Bauchlandung: So wie hier Jan Deitert (rechts) im Duell mit Hendrik Nünning, musste der VfL Billerbeck gegen die SpVgg. Vreden II einen Niederschlag einstecken. Foto: Frank Wittenberg

Immer wieder die Vredener. Vor gut einem Jahr hatten sie den Billerbeckern im ersten Anlauf den Sprung in die Bezirksliga verwehrt, in der Hinrunde musste der VfL die Punkte beim Gegner lassen. Und jetzt, beim dritten Aufeinandertreffen binnen elf Monaten, gab es für die Domstädter überhaupt nichts zu holen. „Die haben uns komplett nicht zur Entfaltung kommen lassen“, erklärte der Trainer, der die Niederlage auch nicht allein auf das Fehlen mehrerer Schlüsselspieler schieben wollte. „Offenbar habe ich die Mannschaft heute falsch auf- und eingestellt.“

Dabei passierte lange Zeit wenig in einer Partie, in der die mit vier Kickern aus dem Westfalenliga-Team angetretenen Vredener viel Ballbesitz hatten, aber kaum Torgefahr entwickelten. So besaß der VfL die erste Chance, als Torwart Daniel Siehoff einen Schuss von Matthias Möllering nach vorne abklatschen ließ, Ricardo Ottink aber in höchster Not vor Leon Holtmann klärte (28.). Auf der anderen Seite brachte eine Standardsituation die Gäste in Führung: Einen Freistoß aus 25 Metern drosch Pascal Leifkes flach durch die Mauer aufs kurze Eck, wo der Ball vom Innenpfosten ins Netz klatschte (40.). „Ärgerlich, aber eine Frage der Zeit“, räumte Szymiczek angesichts der spielerischen Überlegenheit des Gegners ein. Der kam in der 44. Minute zum 0:2, als Luka Kösters den Ball im dritten Versuch über die Linie stocherte.

Nach der Pause dauerte es exakt fünf Minuten, ehe Niklas Niehues nach Querpass von Nicolas Ostenkötter das 0:3 und damit die Entscheidung besorgte – zumal Ostenkötter in der 57. Minute einen Konter mit dem 0:4 abschloss. Während sich die Gastgeber vergeblich bemühten, ließ Vreden Ball und Gegner laufen und konterte in der 79. Minute eiskalt: Nach einem Freistoß für den VfL brauchte es nur drei Stationen, bis Christopher Resing zum 0:5 traf.

Ein klares Ergebnis – „vielleicht sogar in der Höhe verdient“, wollte Steffen Szymiczek nicht um den heißen Brei reden. „So einen deutlichen Unterschied habe ich noch nicht einmal gegen die Spitzenmannschaften gesehen.“ Mund abputzen, weitermachen: Schon nächste Woche wartet in Gahlen das nächste Kellerduell. 7 VfL Billerbeck – SpVgg. Vreden II 0:5; Tore: 0:1 Pascal Leifkes (40.), 0:2 Luka Kösters (44.), 0:3 Niklas Niehues (50.), 0:4 Nicolas Ostenkötter (57.), 0:5 Christopher Resing (80.).

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