Billerbeck
Junge Wilde treffen auf Erfahrung

Billerbeck. Blenden lassen will er sich nicht von diesem fünften Rang. Eine hervorragende Platzierung für die Westfalenliga-Fußballerinnen des VfL Billerbeck, keine Frage, aller Ehren wert. „Allerdings müssen wir zugeben, dass die unmittelbare Konkurrenz häufig geschwächelt hat“, erklärt Walter Okon. „Leichter wird das nicht in der neuen Saison.“ Umso mehr freut sich der Trainer, dass es gemeinsam mit dem Mannschaftsverantwortlichen Matthias Heuermann gelungen ist, gleich sieben Spielerinnen neu zu verpflichten beziehungsweise zurückzuholen: „Dieser breiter aufgestellte Kader wird uns helfen.“

Mittwoch, 05.06.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 10:50 Uhr
Billerbeck: Junge Wilde treffen auf Erfahrung
Die jungen Wilden stürmen in den Kader des Westfalenligisten VfL Billerbeck: (von links) Trainer Walter Okon, Jona Kisters, Renée Erfkemper, Joelle Ragusa, Vanessa Möllering, Matthias Heuermann (Verantwortlicher VfL-Frauenfußball). Hinzu kommen die Rückkehrerinnen Kira Artmann, Lea van den Berg und Nadine Tigges. Foto: az

Zwei erfahrene Kräfte stehen in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung: Alicia Mester zieht es beruflich nach Osnabrück, Isabel Ueding hört auf. „Sehr schade, das tut uns weh“, betont Okon. „Beide haben den Fußball in Billerbeck in den vergangenen Jahren mitgeprägt.“

Geschlossen werden soll die Lücke mit einem Mix aus ganz jungen und erfahrenen Spielerinnen. Mit Joelle Ragusa kehrt eine Billerbeckerin aus der U 17 des SSV Rhade zurück, mit ihr kommen Jona Kisters und Renée Erfkemper zum Helker Berg. Auch Vanessa Möllering hat die Jugendmannschaften beim VfL durchlaufen und packt jetzt wieder an. „Wir gehen unseren Weg konsequent weiter“, zeigt sich Walter Okon restlos einig mit Matthias Heuermann. „Wir wollen junge Spielerinnen an die Westfalenliga heranführen.“

Dass bei diesem Unternehmen einige erfahrene Spielerinnen nicht ganz unwichtig sind, wissen die VfL-Verantwortlichen genau. Deshalb freuen sie sich riesig über das Comeback von Lea van den Berg und Kira Artmann, die nach beruflichen Einschränkungen wieder fest im Kader stehen. Hinzu kommt mit Rückkehrerin Nadine Tigges eine ganz erfahrene Torfrau, die Okon auch menschlich als Riesengewinn bezeichnet. „Mit ihr sollte es nicht mehr passieren, dass wir eine Feldspielerin ins Tor stellen müssen“, denkt er an den ungewöhnlichen Ausflug von Betty Anane im Spiel gegen den SC Gremmendorf, als Sarah Hauling und Lena Gottschling nicht zur Verfügung standen. Zudem hofft der Trainer im Sommer auf das Comeback von Nicole Störmer, die monatelang wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen ist.

Die Mischung stimmt. Mit diesem größeren und qualitativ guten Kader wollen sie erneut bestehen in einer Westfalenliga, die der Trainer für sehr gut besetzt hält. „Mit SSV Rhade, FSV Gütersloh 2009 II und Fortuna Freudenberg kommen drei sehr starke Aufsteiger hinzu“, erklärt Walter Okon. Und dann sind da die beiden Regionalliga-Absteiger Germania Hauenhorst und Warendorfer SU, bei denen noch nicht abzusehen sei, wie sich die personelle Lage entwickelt.

Trainingsbeginn nach der Sommerpause ist am 13. Juli. Anschließend plant Okon eine Reihe von Testspielen, unter anderem am 21. Juli am Helker Berg gegen den Verbandsligisten Osnabrücker SC und am 28. Juli gegen den Regionalliga-Aufsteiger 1. FFC Recklinghausen.

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