Billerbeck
Aushängeschild will ins Finale

Billerbeck. Eine Sache wurmt dann doch. So gut die vergangene Saison auch gelaufen ist, diesmal nicht im Westfalenpokal vertreten zu sein, hängt ihnen in den Trikots. Deshalb blickt Offensivspielerin Betty Anane bei der offiziellen Saisoneröffnung der Frauenfußballerinnen des VfL Billerbeck nicht nur auf die Meisterschaftsrunde. „Unser Bestreben muss immer sein, nach oben zu sehen“, betont sie „Und wir wollen nicht wieder vorzeitig im Kreispokal ausscheiden.“

Dienstag, 23.07.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 07:50 Uhr
Billerbeck: Aushängeschild will ins Finale
Verantwortliche und Unterstützer drücken die Daumen für eine erneut erfolgreiche Saison bei den VfL-Fußballerinnen: (oben von links) Matthias Heuermann (Verantwortlicher Frauenfußball), Dirk Spanderen (Vorstandvorsitzender Volksbank Baumberge), Joachim Reker (Torwarttrainer), Walter Okon (Trainer), Matthias Göwert (Lackier -und Werbetechnik Göwert), Helena Hass (Vorstand Volksbank Baumberge), Jürgen Koch (Fa. Strako Heizung und Sanitär), Ann Kathrin Meinert (Pflegedienst Meinert), Nadine Ahlers (Fa. Ahlers und Lamprecht), Beate und Meinrad Bruns (Modehaus Bruns, fehlen auf dem Foto); unten von links die Spielerinnen Sarah Hauling, Jana Krystek, Lara Krystek, Franziska Diekmann, Renée Erfkemper, Jule Börsting und Betty Anane. Foto: Frank Wittenberg

Den Anspruch, eben diesen Kreispokal einsacken zu wollen und damit das Ticket für die Westfalenrunde und die Chance auf den DFB-Pokal zu lösen, dürfen sie sehr wohl erheben. Denn keine andere Frauenmannschaft im Kreis Ahaus/Coesfeld kickt so hoch. „Billerbeck wird gerne als die Hochburg des Frauenfußballs bezeichnet“, stellt Matthias Heuermann beim traditionellen Saison-Startschuss in den Räumen der Volksbank Baumberge fest. Und es sei gewiss nicht in allen Vereinen so, dass der Frauenfußball so anerkannt werde wie beim VfL. „Wir haben unsere eigene Abteilung und dürfen eigene Entscheidungen treffen“, betont der VfL-Verantwortliche.

Und diese Entscheidungen waren zuletzt oft richtig. Denn seit nunmehr neun Jahren in Folge spielt das Team in der Westfalenliga, hat dort zuletzt trotz eines sehr dünnen Kaders den fünften Platz belegt. „Dieses Ergebnis würden wir gerne toppen und uns fußballerisch weiterentwickeln“, blickt Trainer Walter Okon voraus. „Wir wollen schöner und konstanter spielen.“

Und noch ein Ziel hat Okon vor Augen: Er will die vielen jungen Spielerinnen in die Westfalenliga integrieren. Neben den Rückkehrerinnen Lea van den Berg, Kira Artmann und Nadine Tigges stoßen mit Vanessa Möllering, Renée Erfkemper, Joelle Ragusa und Jona Kisters erneut mehrere Talente zum Team. „Da wird es auch wichtig sein, als Mannschaft zusammenzuwachsen“, weiß Spielerin Franziska Diekmann.

Die VfL-Frauen wollen weiterhin ein Aushängeschild für die Stadt sein. Dafür arbeiten sie aktuell in der Vorbereitung auf die neue Saison, die am 25. August mit einem Heimspiel gegen den BSV Ostbevern beginnt. All das sei aber nicht möglich ohne das „Team hinter dem Team“, sagt Matthias Heuermann mit Blick auf die Unterstützer. Die sind ebenfalls zur Saisoneröffnung eingeladen und machen deutlich, dass sie auch weiterhin zur Förderung des Frauenfußballs in Billerbeck beitragen wollen, sagt Volksbank-Vorstandsvorsitzender Dirk Spanderen stellvertretend für die Mitstreiter: „Wir haben hier schon tolle Ereignisse wie das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg gehabt – wir sind gerne die Motoren, damit die Entwicklung weitergeht.“

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