Billerbeck
Gemischte Gefühle

Billerbeck/Gescher. Ein bisschen seltsam fühlte es sich für beide Trainer an. Auf der einen Seite Frank Schulz, erleichtert über den späten Punktgewinn, aber gewiss nicht glücklich darüber, dass sein SV Gescher nach vier Spieltagen die rote Laterne am Ahauser Damm hängen hat. Und dann Yannick Gieseler, der mit sieben Punkten zum Saisonstart sicher nicht unzufrieden ist, aber doch ein wenig den beiden Zählern nachtrauerte, die den VfL Billerbeck auf Rang drei der Bezirksliga-Tabelle katapultiert hätten. „Das erste Gegentor am Helker Berg, und das auch noch so spät“, schüttelte der VfL-Trainer angesichts des 1:1-Ausgleichs für die Gescheraner in der 86. Minute den Kopf. Gemischte Gefühle.

Dienstag, 03.09.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 11:00 Uhr
Billerbeck: Gemischte Gefühle
Respekt verschaffte sich der VfL Billerbeck lange Zeit mit einer konzentrierten Defensivleistung, hier Andreas Lembeck (rechts) gegen André Wellermann. Am Ende gelang dem SV doch noch der Ausgleich. Foto: Frank Wittenberg

Neun Punkte hätten es sein können, auch wenn der Ausgleich für den SV angesichts der Dominanz im zweiten Durchgang sicher nicht unverdient war. „Trotzdem standen wir auch diesmal defensiv sehr gut“, hatte Gieseler seinen Plan beinahe aufgehen sehen. Denn bis auf dieses verflixte Tor, das Leon Bürger kurz vor Schluss erzielte, hatten die Billerbecker kaum eine Torchance der Gäste zugelassen. Nur wollte der wohl entscheidende zweite Treffer für die Gastgeber nicht fallen.

Der dritte Sieg in Folge hätte Laune gemacht, aber auch für ein noch dickeres Pölsterchen vor den nächsten Aufgaben gesorgt. Denn am kommenden Sonntag (8. 9.) geht es für den VfL zur TSG Dülmen, die zwar mit dem 0:1 beim SC Reken das erste Gegentor und die erste Niederlage kassiert hat, die Yannick Gieseler dennoch zu den Topfavoriten der Liga zählt. „Gemeinsam mit SuS Stadtlohn, FC Nordkirchen und TuS Haltern II werden die ganz oben landen“, zeigt sich der Trainer sicher. Danach folgt bereits am Freitag (13. 9.) ein weiteres Auswärtsspiel beim TuS Wüllen, mit dem sie das Heimrecht getauscht haben. Anschließend geht es zu Union Lüdinghausen, dann kommt besagter SuS Stadtlohn. Das werden heiße Wochen! „Wir müssen aufpassen, dass wir den Abstand zu den unteren Plätzen halten“, wünscht sich Gieseler.

Genau da tummelt sich der SV Gescher, auch wenn angesichts des größeren Kaders sicherlich andere Regionen das Ziel waren. „Was hilft es, wenn ich nur acht bis zehn Spieler beim Training habe?“, verweist Frank Schulz auf viele Ausfälle durch Verletzungen, Urlauber oder Beruf. Durch die Siege von SV Lippramsdorf und TuS Wüllen sind die Gescheraner auf den letzten Platz abgerutscht. Als einzige der 18 Mannschaften warten sie noch auf den ersten Saisonsieg – der soll möglichst am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenneunten Vorwärts Epe folgen. „Zwei Punkte aus vier Spielen sind nicht schön, aber das ist ja kein Wunschkonzert“, bleibt der Ex-Profi wie immer gelassen. Das Ziel sei nach wie vor, so schnell wie möglich nichts mit der Abstiegsregion zu tun zu haben. „Das ist bislang noch nicht so gut gelungen“, gibt Schulz zu. „Aber wir arbeiten daran.“

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