Billerbeck
Noch nie so wertvoll wie heute

Billerbeck. Der Tag der offenen Tür in den Abwehrreihen schloss mit einem Happy-End für den VfL Billerbeck ab. Nicht schön, aber erfolgreich – der Torjägerin sei dank. „Noch nie war sie so wertvoll wie heute“, atmete Walter Okon mit Blick auf Anna Haberecht durch. Denn erneut war es die Stürmerin des Frauen-Westfalenligisten, die mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am knappen 4:3-Auswärtssieg beim Schlusslicht SV Kutenhausen-Todtenhausen hatte.

Montag, 30.09.2019, 19:15 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 19:30 Uhr
Billerbeck: Noch nie so wertvoll wie heute
Lea van den Berg nimmt Maß: Beim 4:3-Sieg der VfL-Frauen beim SV Kutenhausen-Todtenhausen erzielte sie die zwischenzeitliche 2:0-Führung. Foto: Frank Wittenberg

Dass sich überhaupt eine so spannende Partie entwickelte, hielt der Trainer für völlig überflüssig. Denn die Billerbeckerinnen führten mit 2:0 und 3:1, ließen den Gegner aber immer wieder ins Spiel kommen. „Weil wir wieder die langen Bälle nicht gut verteidigt haben“, blickte Okon auf die Entstehung der Gegentore, die ihm mittlerweile bekannt vorkommt. „Wir stehen da nicht gut, müssen die Pässe aber vielleicht auch schon im Vorfeld verhindern.“

Mit dünner Besetzung, weil neben Betty Anane und Joelle Ragusa auch Jana Krystek und Marina Löhnert nicht mitmischen konnten, hatten die VfL-Frauen die weite Reise nach Ostwestfalen angetreten. Dennoch ging es gut los, denn in der 18. Minute markierte Anna Haberecht das 0:1. Lea van den Berg erhöhte auf 0:2 (28.). Nach dem Anschlusstreffer von Kim Müller (37.) traf erneut Anna Haberecht zum 1:3 (45.), indem sie sich gegen gleich vier Gegenspielerinnen behauptete. „Sie macht ihre Chancen sehr schmerzfrei weg“, lobte Okon die Torjägerin. Allerdings blieb Kutenhausen-Todtenhausen zumindest aus der Ferne gefährlich, denn zwei Distanzschüsse klatschten an die Latte. Auch Renee Erfkemper hatte beim Stand von 1:2 Pech mit einem Alu-Treffer.

Die Führung hätte Sicherheit geben müssen, aber schon in der 52. Minute verkürzten die Gastgeberinnen durch Kim Müller auf 2:3. „Wir lassen den Gegner durch unsere Fehler wieder ins Spiel kommen“, bedauerte der Trainer, der in der 61. Minute sogar den 3:3-Ausgleich durch Katja Selchow notieren musste.

Immerhin: Die VfL-Frauen ergaben sich nicht ihrem Schicksal, sondern schlugen zurück. „Anna Haberecht hat sich noch einmal auf diesen einen Moment konzentriert“, kommentierte Okon das 4:3, als sie aus 18 Metern nicht lange fackelte und zum Siegtreffer verwandelte (76.).

Nicht souverän, aber gewonnen. Vor dem hammerharten Oktober mit Spielen gegen die Spitzenmannschaften waren diese drei Punkte extrem wichtig. Platz drei mit zehn Punkten sei eine schöne Momentaufnahme – „aber wir wissen das einzuschätzen“, sieht Walter Okon die Ausbeute eher als Polster auf die Abstiegsränge. Denn gerade in der Defensivarbeit gebe es noch viel Luft nach oben. „So einfach dürfen wir die Gegentore nicht bekommen“, sagt der Trainer auch mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag (6. 10.) gegen den Tabellenführer. „Wenn wir so nachlässig agieren, wird uns Siegen zeigen, wo der Hammer hängt.“ 7 SV Kutenhausen-Todtenhausen – VfL Billerbeck 3:4; Tore: 0:1 Anna Haberecht (18.), 0:2 Lea van den Berg (28.), 1:2 Kim Müller (37.), 1:3 Anna Haberecht (45.), 2:3 Kim Müller (52.), 3:3 Katja Selchow (61.), 3:4 Anna Haberecht (76.).

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