Billerbeck
Englische Variante hilft nicht

Billerbeck. Die Hoffnung, trotz aller Personalprobleme gegen die Mannschaft der Stunde etwas reißen zu können, währte nur rund 25 Minuten lang. Dann legte der FSV Gütersloh 2009 II einen Doppelschlag hin und ließ keinen Zweifel mehr daran, wer die drei Punkte an diesem Tag einsacken würde. „Wir haben die Bälle zu schnell wieder hergeschenkt“, stellte Walter Okon fest. „Dann bist du gegen einen Gegner mit einem solchen Lauf chancenlos.“ Am Ende mussten die Westfalenliga-Fußballerinnen des VfL Billerbeck eine 0:4-Niederlage hinnehmen.

Dienstag, 05.11.2019, 09:09 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 09:20 Uhr
Billerbeck: Englische Variante hilft nicht
Gemeinsam stark: Lea van den Berg (hinten), Lisa Schlottbohm (rechts) und Lara Krystek beackern die Gegenspielerin aus Gütersloh. Foto: Frank Wittenberg

In diesen ersten 25 Minuten hatten es die Billerbeckerinnen bis auf einen Freistoß, der durch den eigenen Fünfmeterraum segelte, defensiv sehr ordentlich gemacht. Aber schon da zeichnete sich ab, dass es vorne nicht gelang, die Bälle festzumachen – ohne die verletzten Anna Haberecht und Maren Schulte und kurzfristig auch ohne Betty Anane, die sich mit Oberschenkel-Problemen plagt. „Wir haben es zu häufig mit dem englischen Fußball probiert“, sah Okon in der Variante „hoch und weit nach vorne“ keine brauchbare Alternative. Postwendend kamen die Bälle zurück – dann nutzten Ragdah Omar (27.) und Celina Baum (29.) zwei Möglichkeiten und brachten die Zweitliga-Reserve aus Gütersloh mit 2:0 in Führung. „Das haben wir beide Male nicht gut verteidigt“, erklärte der Trainer, wobei Torhüterin Lena Gottschling, die für die verletzte Sarah Hauling zwischen den Pfosten stand, beim 0:1 Pech hatte: Ragdah Omar schoss sie aus fünf Metern an, aber unter ihrem Körper hindurch trudelte der Ball über die Linie.

Deutlich präsenter zeigten sich die VfL-Frauen im zweiten Durchgang, auch wenn sie schon in der 47. Minute durch einen Distanzschuss von Kelly-Ann Lohmann das 0:3 kassierten. „Dann haben wir endlich besser Fußball gespielt“, urteilte Okon, der ein Sonderlob an Jana Krystek verteilte: „Sie konnte seit Wochen nicht trainieren, war aber vorbildlich in Sachen Kampf und Laufbereitschaft.“ Chancen gab es ebenfalls, aber Lea Haverkamp traf nur die Latte und Franziska Diekmann zielte vorbei, nachdem sie zuvor gefoult worden war. „Wenn sie gefallen wäre, hätte es wohl Rot für Gütersloh und Freistoß für uns gegeben“, vermutete der Trainer. Der Ehrentreffer blieb den Billerbeckerinnen aber verwehrt, dafür legte Kelly-Ann Lohmann in der 76. Minute das 0:4 nach und sorgte für die dritte VfL-Niederlage in Folge. Die sei ein Stück weit der personellen Situation geschuldet, betonte Walter Okon: „Die Mannschaft gibt nicht auf, aber uns fehlt aktuell die Konstanz über 90 Minuten.“ 7 VfL Billerbeck – FSV Gütersloh 2009 II; Tore: 0:1 Ragdah Omar (27.), 0:2 Celina Baum (29.), 0:3 und 0:4 Kelly-Ann Lohmann (47., 76.).

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