Bezirksliga: Verdienter 4:1-Heimsieg für den VfL gegen Adler Weseke
Kurzes Zittern bei 16 Grad

Billerbeck. Frühlingshafte 16 Grad zeigte das Thermometer am Helker Berg an, und doch begann plötzlich das große Zittern. „Unnötig“, schüttelte Yannick Gieseler den Kopf. „Wir haben uns wohl zu sicher gefühlt.“ Tatsächlich schien nichts anzubrennen: 2:0-Führung gegen harmlose Weseker, den stürmischen Wind im Rücken – was sollte da noch schiefgehen? Nach dem Anschlusstreffer der Gäste wackelte der VfL Billerbeck kurzzeitig, fuhr dann aber den verdienten 4:1-Heimsieg ein.

Montag, 17.02.2020, 11:03 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 11:10 Uhr
Bezirksliga: Verdienter 4:1-Heimsieg für den VfL gegen Adler Weseke: Kurzes Zittern bei 16 Grad
Volle Attacke: Julian Lutum (rechts) wirft sich in den Zweikampf, aber auch der Weseker Michael Wansing zieht nicht zurück. Foto: Frank Wittenberg

Ein perfekter Start nach der Winterpause, bei dem die taktische Vorgabe des Trainers voll und ganz aufging. „Wenn wir bis zur Pause nicht hinten liegen, gewinnen wir“, hatte Gieseler prognostiziert. Denn Adler Weseke sei im Saisonverlauf schon häufig im zweiten Durchgang eingebrochen. „Und ich hatte eine starke Bank“, lächelte er mit Blick auf Stammspieler wie Lukas Zumbülte und Leon Holtmann, die er noch ins Getümmel werfen konnte.

Für den richtigen Kurs sorgte nach einer ersten Halbzeit mit wenigen Höhepunkten und keinen Toren einer, den das Trainer-Team nach der Winterpause aus der Reserve in den Kader berufen hatte: Jens Leopold markierte schon in der 47. Minute frei vor Adler-Keeper André Späker das 1:0 und legte sieben Minuten später das 2:0 nach, als er nach einer feinen Kombination und Vorarbeit von Niklas Kuhlage erneut cool blieb. „Danach müssen wir den Deckel mit dem dritten Tor draufmachen“, ärgerte sich Gieseler über ein paar verpasste Chancen – das dickste Ding hatte Julian Lutum auf dem Schlappen, der nach Querpass von Max Vandieken in den Ball grätschte, den Kasten aber haarscharf verfehlte (77.).

So kam, was nicht kommen sollte: Nach Pass von Krystian Neumann verkürzte Nils Sterken auf 2:1 (82.) – und plötzlich musste um den eigentlich sicheren Sieg gebangt werden. „Da waren zwei bis drei Aktionen, in denen wir es nicht gut gemacht haben“, gab der Trainer zu. Dann legte Jens Leopold nach einer Ecke von Calvin Majewski für Philipp Daldrup auf, der mit einer satten Klebe zum 3:1 traf (89.). Nach einem Konter über Max Vandieken, Felix Leimkühler und Leon Holtmann musste „Leimi“ den Ball nur noch über die Linie schieben – der 4:1-Endstand in der Nachspielzeit. Klare Verhältnisse am Helker Berg! „Wir hätten nach dem 2:0 konsequenter sein müssen“, sah Yannick Gieseler das kleine Haar in der Suppe. Das brachte den souveränen VfL aber allenfalls ganz kurz aus der Spur. 7 VfL Billerbeck – Adler Weseke 4:1; Tore: 1:0 und 2:0 Jens Leopold (47., 54.), 2:1 Nils Sterken (82.), 3:1 Philipp Daldrup (89.), 4:1 Felix Leimkühler (90.+1).

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