Reiten: Shona Benner führt die Weltrangliste an
Eingespieltes Team auf Platz 1

Billerbeck. Eine Billerbeckerin an der Weltspitze: Die 15-jährige Shona Benner hat es geschafft. Sie ist gemeinsam mit ihren „Sunnyboy“ auf Platz eins der FEI-Weltrangliste im Pony-Dressur-Sport. Im Interview mit Redaktionsmitglied Leon Eggemann spricht Shona über ihre Ziele für ihr letztes Pony-Jahr und verrät, wie wichtig die Beziehung zwischen Pferd und Reiter ist.

Donnerstag, 20.02.2020, 08:04 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 08:39 Uhr
Reiten: Shona Benner führt die Weltrangliste an: Eingespieltes Team auf Platz 1
Foto: Stephanie Sieme

Hallo Shona, wann und wo hast du erfahren, dass du nun Weltranglistenerste bist?

Shona: Ich saß mit meiner Familie und Trainerin Katharina Schulte-Varendorff ganz entspannt bei mir zu Hause. Wir wussten, dass die neue Weltrangliste Anfang Februar veröffentlicht wird, aber ich hatte absolut keine Ahnung, dass ich auf Platz eins stehen. Der Moment, als ich das gesehen habe, war schon echt krass.

Welche Gefühle hat diese Überraschung bei dir und deiner Familie ausgelöst?

Shona: Es war unglaublich – ein schönes und überwältigendes Gefühl. Es macht mich unglaublich stolz, auf Platz eins der Weltrangliste zu stehen. Auch meine Eltern und meine Trainerin waren überglücklich und haben sich mit mir gefreut. Für mich persönlich ist das ein Anreiz, die Position weiter zu halten. Es wäre schön, ganz oben zu bleiben.

Sorgt das bei dir für Druck oder gehst du damit ganz entspannt um?

Shona: Ein bisschen von beidem. Einerseits ist diese Platzierung eine Bestätigung für meine eigene Leistung und die vielen erfolgreichen Turniere. Andererseits ist ein bisschen Druck da, weil ich ja den Ansporn habe, weiter Erste zu bleiben – dafür muss ich natürlich neue Erfolge vorweisen.

Apropos Erfolge: Du warst 2019 quasi in ganz Europa erfolgreich, was war dein persönliches Highlight?

Shona: Ein besonders tolles Erlebnis war die Europameisterschaft in Strzegom in Polen. Da habe ich drei Bronze-Medaillen gewonnen. Es wäre super, wenn ich in diesem Jahr wieder bei der Europameisterschaft an den Start gehen kann.

Also sofort an den starken Leistungen anknüpfen?

Shona: Ja, bestenfalls schon. Vergangene Woche war ich bereits auf einem internationalen Turnier in Le Mans in Frankreich. Dort lief es wirklich toll. Zusammen mit „Sunnyboy“ habe ich zwei Prüfungen gewonnen, einmal wurden wir Zweiter.

Wie wichtig ist die Beziehung zwischen Pferd und Reiter?

Shona: Es ist das Wichtigste von allem. Ohne eine Verbindung zum Pferd geht gar nichts. Es muss so sein, dass das Pony alles für einen tun würde und der Reiter alles für sein Pony tun würde. Ansonsten sind solche Erfolge nicht möglich.

Es ist dein letztes Pony-Jahr, danach geht es für dich in der nächsten Stufe, der Junioren-Tour, weiter. Was nimmst du dir für dieses vor?

Shona: Es wäre für mich einfach schön, weiter mit „Sunnyboy“ Erfolge zu feiern, zum Beispiel bei der diesjährigen Europameisterschaft. Für das nächste Jahr hab ich bereits ein Großpferd mit Spitznamen „Fluffy“, mit dem ich schon bald trainieren werde. Ich will möglichst früh eine Verbindung zu „Fluffy“ aufbauen.

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