Fußball: Nichts zu bestellen für die VfL-Frauen
Hauenhorst spielt Katz und Maus

Billerbeck. Das Spiel fing höchst unglücklich mit einem Eigentor an und wurde in der Folge auch nicht besser. „Nichts zu machen“, fasste Frank Averesch kurz und knapp die 90 Minuten zusammen, an deren Ende eine deutliche 0:4-Niederlage bei Germania Hauenhorst stand. Stark hatte er diesen Gegner ohnehin eingeschätzt, spätestens jetzt zum Titelfavoriten Nummer eins erkoren – wobei der Trainer der VfL-Fußballerinnen auch ehrlich einräumte: „Wir haben unterirdisch gespielt.“

Dienstag, 29.09.2020, 06:55 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 07:00 Uhr
Fußball: Nichts zu bestellen für die VfL-Frauen: Hauenhorst spielt Katz und Maus
Chancenlos in Hauenhorst waren die VfL-Fußballerinnen und Jana Krystek – sie wird wegen ihres Studiums in den nächsten Wochen nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Foto: Frank Wittenberg

Für die Billerbeckerinnen begann die Partie denkbar schlecht: Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Torhüterin Sarah Hauling nicht an den Ball – prompt landete der Rettungsversuch von Lea van den Berg im eigenen Netz. „Der frühe Rückstand hat natürlich alle Pläne über den Haufen geworfen“, sagte Averesch über das 0:1 in der zweiten Minute. Zumal Hauenhorst mit der Führung im Rücken klar dominierte. „Wir waren zu weit weg und haben keinen Zugriff bekommen“, sah der Trainer ein ganz anderes Gesicht seiner Mannschaft als noch eine Woche zuvor beim starken 3:0-Sieg gegen den FSV Gütersloh 2009 II. „Die haben mit uns Katz und Maus gespielt.“ Schon in der zwölften Minute erhöhte Nicole Schampera auf 2:0, in der 36. Minute legte die Germania-Torjägerin das 3:0 nach. Dazwischen hatten die VfL-Frauen die beste Möglichkeit des Spiels auf dem Schlappen, aber Franziska Diekmann traf nur das Lattenkreuz, von wo der Ball zurück ins Feld sprang. „Vielleicht hätten wir dem Spiel mit den Anschlusstreffer noch eine Wende geben können“, spekulierte Frank Averesch. „Aber insgesamt war das nicht gut von uns.“

Auch in der zweiten Halbzeit kam von den Billerbeckerinnen bis auf einen Kopfball von Franziska Diekmann, der in den Armen von Torfrau Anne Gehring landete, offensiv wenig. Auf der anderen Seite musste Sarah Hauling mehrfach mit starken Paraden einen noch höheren Rückstand verhindern. In der 83. Minute kassierte sie dann den vierten Gegentreffer durch Lina Jäger.

Ein Ergebnis, das auch in der Höhe in Ordnung gehe, stellte der Trainer fest. Umso wichtiger sei der Auftaktsieg gegen Gütersloh gewesen. „Wenn mir jemand nach diesen beiden Spielen drei Punkte vorausgesagt hätte, dann hätte ich das sofort unterschrieben“, versicherte Averesch. Denn trotz der sicherlich nicht guten Leistung seines Teams sei gegen diese Hauenhorsterinnen wohl nur wenig auszurichten: „Hier werden viele Mannschaften noch mehr als vier Gegentore kassieren.“ 7 Germania Hauenhorst – VfL Billerbeck 4:0; Tore: 1:0 Lea van den Berg (2., ET), 2:0 und 3:0 Nicole Schampera (12., 36.), 4:0 Lina Jäger (83.).

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