Fußball: VfL-Frauen verlieren gegen Arminia Ibbenbüren mit 0:4
Blockade im Kopf lösen

Billerbeck. An der Einstellung lag es diesmal nicht, wohl aber an der Blockade im Kopf, die Frank Averesch bei seinen Spielerinnen ausgemacht hat. „Uns fehlt das Vertrauen, mit dem die Mannschaft in der Vorbereitung aufgetreten ist“, weiß der Trainer der Westfalenliga-Fußballerinnen des VfL Billerbeck um das aktuell größte Problem. Das ist bei der 0:4-Heimniederlage gegen DJK Arminia Ibbenbüren erneut zutage getreten.

Dienstag, 27.10.2020, 07:07 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 07:10 Uhr
Fußball: VfL-Frauen verlieren gegen Arminia Ibbenbüren mit 0:4: Blockade im Kopf lösen
Zu wenig Dampf nach vorne: Den VfL-Fußballerinnen um Mariella Lerche (vorne) und Jana Krystek fehlt es zurzeit am Selbstvertrauen. Foto: Frank Wittenberg

Drei Punkte sind an die Gäste gegangen, was grundsätzlich keine Schande sei. „Dieser Gegner ist eingespielt und körperlich viel präsenter als wir“, nahm Averesch seine junge Mannschaft in Schutz, für die der Vorjahresvierte zurzeit nicht der Maßstab sein könne. Allein festmachen am Ausfall einiger Stammspielerinnen wollte er den durchwachsenen Lauf auch nicht, denn der Kader sei groß genug. „Aber uns fehlt der Mut, den Ball zu fordern“, bilanzierte er. „Wir sind dadurch nicht so laufstark und kommen nicht in die Zweikämpfe.“

Zu allem Überfluss kassierten die Billerbeckerinnen ein frühes Gegentor: Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Sophia Steinemann die Führung für die Gäste erzielte. Auch nach dem Seitenwechsel fiel sehr schnell der nächste Treffer für Ibbenbüren, wiederum durch Sophia Steinemann. „Wir wollten eigentlich ab der 55. Minute mehr riskieren in Richtung Ausgleich“, schüttelte Averesch den Kopf. „Aber mit dem 0:2 war es gelaufen.“ Während Dana Gilhaus (70.) und Charlotte Meyknecht (86.) das Ergebnis noch auf 0:4 ausbauten, gelang es den VfL-Frauen zu keiner Zeit, Gefahr auszustrahlen. Den einzigen Torschuss der Partie fabrizierte die nach einer Stunde eingewechselte Lea van den Berg.

Die Köpfe müssen frei werden bei den Billerbeckerinnen, die nach sechs Spielen nur sechs Punkte auf dem Konto haben. Was dem Trainer Hoffnung macht: Mit Lisa Schlottbohm und Anna Haberecht kehren zwei ebenso erfahrene wie wichtige Spielerinnen zurück. Vor dem nächsten Meisterschaftsspiel bei der Spvg Kutenhausen-Todtenhausen am 8. November steht am kommenden Samstag (31. 10.) die Partie im Verbandspokal beim Landesligisten SV Hohenlimburg an, die Frank Averesch in Bestbesetzung angehen will. „Natürlich wollen wir in die nächste Runde“, blickt er voraus. „Und wir wollen mit einem Erfolgserlebnis Selbstvertrauen tanken.“ 7 VfL Billerbeck – DJK Arminia Ibbenbüren 0:4; Tore: 0:1 und 0:2 Sophia Steinemann (1., 47.), 0:3 Dana Gilhaus (70.), 0:4 Charlotte Meyknecht (86.).

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