Handball: DJK-VBRS verkauft sich beim 22:29 ordentlich
Nicht verzweifelt über Auftaktpleite

Coesfeld. Einen Vorwurf konnte und wollte er seiner Mannschaft gar nicht machen. „Wenn wir die Ausgangssituation sehen“, erklärte Dirk Haverkämper, „dann kann ich nicht unzufrieden sein.“ Dieses 22:29 zum Auftakt gegen Aufsteiger 1. HC Ibbenbüren wäre unter normalen Umständen eine Enttäuschung gewesen – aber was ist schon normal in diesen Tagen bei den DJK/VBRS-Handballern? „Für uns geht es nur darum, uns Woche für Woche einzuspielen und Sicherheit zu gewinnen“, so der Trainer.

Sonntag, 07.09.2014, 19:58 Uhr

Michael Büscher genoss das Spiel aus der Fan-Perspektive, weiter unten saßen die „Invaliden“ einträchtig zusammen: Nino Adler, Tim Püttmann und Frederic Wienecke hätten gerne mit mehr eingegriffen als nur ihren Stimmen. „Das ist heftig, wenn uns gleich vier Spieler aus der Stammformation wegbrechen“, schüttelte Haverkämper den Kopf. „Kein Wunder, dass auch das Selbstvertrauen den Bach runter ist.“

So war es wichtig, die positiven Aspekte mitzunehmen. Zum Beispiel die Tatsache, dass sich die Eintrachtler auch von einem zwischenzeitlich klaren 11:18-Rückstand nicht haben umwerfen lassen. „Phasenweise war das gut, besonders in der Abwehr“, urteilte der Trainer über sein Team, dass lediglich beim 1:0 durch Till Schöttler in Führung lag. Nach ausgeglichenem Beginn zog Ibbenbüren auf 4:7 weg (12.), aber die DJK-VBRS blieb dran: Beim 7:8 (15.) und 9:10 (19.) schnupperten die Gastgeber am Ausgleich, aber zehn Minuten ohne eigenen Treffer bescherten den 10:16-Pausenrückstand.

Als es kurz nach Wiederbeginn 11:18 stand, musste eine Packung befürchtet werden. Aber die ersatzgeschwächte Coesfelder Mannschaft biss sich zurück. Je zwei Tore von Julian Kloster, dem der Trainer ein Sonderlob für seine mit Tempo vorgetragenen Angriffe verteilte, und Till Schöttler brachten das 15:18, kurz darauf hieß es sogar nur noch 17:19 und 19:21 (47.). Dann aber wurde es für die Coesfelder immer schwieriger, Lücken in der körperlich starken Deckung der Gäste zu finden. „Da fehlen natürlich Typen wie Nino oder Tim, die mal eine Aktion machen können“, so Haverkämper. „Die Tore müssen wir uns hart erarbeiten.“ Ibbenbüren zog auf 19:25 davon, fuhr am Ende mit 22:29 einen klaren Sieg ein. „Ob du mit drei oder sieben Toren Differenz verlierst, ist dann auch egal“, erklärte der Trainer, der Verständnis dafür hatte, dass es deutlicher ausging: „Die Jungs waren phasenweise nah dran, haben die Wende aber nicht geschafft – dann ist es ganz normal, dass am Ende die Luft ausgeht.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – 1. HC Ibbenbüren 22:29; Christopher Pirkl (im Tor), Till Schöttler (9), Julian Kloster (5), Markus Reykowski (5/2), Torsten Gervers (1), Andreas Hüppe (1), Axel Höltken (1), Janes Kloster, Holger Lappe, Mario Kaschuba, Sergej Kudruk, Christian Plat.

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