Landesliga: DJK Coesfeld-VBRS plant schon für die neue Saison / Taktische Neuerungen im Test

Coesfeld. Die beiden 0:3- Niederlagen, erst daheim gegen Borken, dann in Heiden, hat er abgeschüttelt wie lästige Fliegen. „Ich weiß, woran es liegt“, sagt Erdal Dasdan, „dafür gibt es Gründe.“ Die personelle Schieflage sei an der Mannschaft nicht spurlos vorüber gegangen. „Mal fehlte der eine Spieler, mal der andere“, klagt er, „diese Ausfälle können wir nicht so leicht wegstecken.“

Dienstag, 14.05.2013, 16:56 Uhr

Nach seinem Ausscheiden in der Partie gegen Sportfreunde Merfeld trägt Dominic Steiner den Fuß in Gips. Für den Chef der Defensivabteilung, der mit seiner Routine hinten den Laden zusammengehalten hat, ist die Saison vorzeitig gelaufen. Bastian Domeier, der in den vergangenen Wochen riesige Fortschritte gemacht hatte, wurde von einer Oberschenkelzerrung abrupt gestoppt. Yannik Bieß, in der Winterpause aus Stadtlohn zurückgekehrt, muss auch pausieren. Er kommt noch in die Röhre und hängt weiter in der Warteschleife. Jens Paas, der in Borken sein Comeback feierte, fehlt noch die nötige Spielpraxis, so dass gerade die linke Abwehrseite große Lücken offenbarte, die von den schnellen Angriffsspitzen aus Heiden schonungslos ausgenutzt wurden.

Erdal Dasdan, der zu Jahresbeginn das Traineramt beim Landesligisten DJK Coesfeld-VBRS übernommen hat, hält konsequent an seinem Plan fest. Rückschläge sind einkalkuliert. „Wir bereiten uns schon auf die kommende Saison vor“, betont er, „dass nicht alles von Anfang an hundertprozentig funktionieren kann, sollte jedem klar sein.“ Seinen primären Auftrag, den Klassenerhalt zu realisieren, hatte der engagierte Coach im Schnellverfahren abgehakt. „Darum nutzen wir jetzt die Möglichkeit, in taktischer Hinsicht einige Neuerungen auszuprobieren.“ Dass er sein sportliches Ziel, den sechsten Tabellenplatz, der bei optimalem Verlauf möglich gewesen wäre, mittlerweile ein wenig aus den Augen verloren hat, ist zu verschmerzen.

Eintracht Ahaus, der künftige Klub von Oliver Glaser, dem Ex-Trainer aus Coesfeld, ist sieben Punkte enteilt. Bei noch vier Begegnungen ist dieser Rückstand kaum mehr aufzuholen.

Kein Problem für Erdal Dasdan. „Viel wichtiger ist, dass wir in den nächsten Wochen an unseren Schwächen arbeiten“, sagt er und sieht vor allem im Spielaufbau Handlungsbedarf: „Wir müssen schneller umschalten, die Pässe genauer spielen und die Räume nach Ballverlust gleich zumachen.“ Da seine Kadetten teilweise noch sehr jung und unerfahren sind, braucht es seine Zeit, bis diese Automatismen greifen.

Eine große Baustelle ist auch die Besetzung vorn im Sturm. „In Heiden war Mario Worms allein auf sich gestellt“, berichtet Erdal Dasdan, „als mit Lucas Jacobs ein weiterer Angreifer eingewechselt wurde, lief es deutlich besser.“ Dennoch fehlt ihm ein treffsicherer Knipser, einer wie Marius Borgert, der den Klub im vergangenen Sommer in Richtung Stadtlohn verlassen hat, wo ihm bisher 13 Tore bei 20 Einsätzen gelungen sind. „So einen Stürmer“, weiß Dasdan, „bräuchten wir auch.“ Schade, dass die zu Jahresbeginn anvisierte Rückkehr vom Westfalenligisten SuS Stadtlohn zurück in die Coesfelder Heimat nicht geklappt hatte. Marius Borgert wollte wohl, durfte aber nicht, weil die Stadtlohner ihr Veto einlegten.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1659580?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947787%2F947821%2F1807725%2F1807726%2F
Nachrichten-Ticker