Leichtathletik: Günter Hemkemeyer und Herbert Hölker waren auch beim 1. DJK-Schüler-Mehrkampf dabei
50 Jahre unermüdlich im Einsatz

Coesfeld. Günter Hemkemeyer ist 84 und Herbert Hölker 76. Macht zusammen 160 Jahre! Sie sind Leichtathleten der ersten Stunde – zwei Urgesteine in der Coesfelder Sportszene, zwei Übungsleiter, die schon im Mai 1963 live dabei waren, als der Schüler-Mehrkampf seine Geburtsstunde erlebte.

Sonntag, 05.05.2013, 13:54 Uhr

An Christi Himmelfahrt feiert die Traditionsveranstaltung ihre 50. Auflage. „Knapp hundert Aktive“, erzählt Günter Hemkemeyer, „sind bei der Premiere gestartet.“ Einer davon war sein Sohnemann: Horst Hemkemeyer, Jahrgang 1956, früher ein kleiner Knirps, heute Vorsitzender im DJK-Diözesanverband Münster. „Damals waren wir auf dem alten Ascheplatz an der Reiningstraße.“ Hemkemeyer senior erinnert sich an die Rahmenbedingungen. „Rund ums Fußballfeld wurde gelaufen“, sagt er und lacht, „das waren Zeiten!“

Ausrichter war die DJK Eintracht Coesfeld mit ihrem engagierten Leichtathletik-Abteilungsleiter Josef Bücking. Günter Hemkemeyer und Herbert Hölker trainierten den Nachwuchs. Klaus Becker, Paul Borgert, Gottfried Kaup und Klaus Puthen, um nur einige zu nennen, zählten zu den Kampfrichtern.

Wenn der DJK-Schüler-Mehrkampf am Donnerstag (9.5.) zum 50. Mal organisiert wird, ist Günter Hemkemeyer wieder im Einsatz. Wie all die Jahre zuvor. „Ich helfe in der Küche mit“, verspricht er, „das lass ich mir nicht nehmen.“ Herbert Hölker wäre auch gern zum Jubiläum gekommen. „Aus familiären Gründen geht das leider nicht. Schade!“

In den siebziger Jahren, als die Kampfbahn B im Sportzentrum Nord erbaut worden war, wechselte die DJK Eintracht die Austragungsstätte. „Jetzt hatten wir endlich auch eine Rundbahn, dann noch aus Tartan“, schaut Hemkemeyer zurück, „das war optimal.“ Hölker weiß noch, „dass wir für die Wurfdisziplinen auf den städtischen Sportplatz ausgewichen sind, wo mittlerweile das Coe-Bad steht.“ Durch den Umzug von der Reiningstraße zur Osterwicker Straße ging es steil bergauf. Nahmen Ende der sechziger Jahre etwa 250 Aktive teil, stiegen die Zahlen nun rasant. „Wir waren lange Zeit der größte Mehrkampf in Westfalen“, bemerkt Günter Hemkemeyer stolz, „und bundesweit waren wir auch ganz vorn dabei.“ Mit über 800 Aktiven landete Coesfeld in den Top Ten der deutschen Mehrkampf-Veranstaltungen.

Die Großvereine, OSC Thier Dortmund, TV Wattenscheid 01 oder die LG Ratio Münster, waren Stammgäste. Harald Norpoth aus Telgte, einer der erfolgreichsten Mittel- und Langstreckler hierzulande, betreute seinen Filius Oliver, der in Coesfeld seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Marc Blume, der schnelle Sprinter aus Wattenscheid, und Franz-Josef Busemann, der Vater von Zehnkämpfer Frank Busemann, weilten ebenfalls in Coesfeld, um den Nachwuchs zu betreuen.

Seit 20 Jahren gibt es auch die Schnupper-Olympiade. Was heute als Kinder-Leichtathletik angeboten wird, hat die DJK Eintracht schon damals erfolgreich praktiziert.

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