Handball: Dritter Sieg in Folge für die DJK/VBRS-Damen
Partystimmung auf dem Rettungsschiff

Coesfeld. Die Zuschauer klatschten, johlten, tobten. Schon längst haben die Handballerinnen der DJK Coesfeld-VBRS den Rettungskreuzer bestiegen, der sie aus höchster Seenot bringen soll – und zusätzlich zum Kurs passt jetzt auch die Stimmung. „Wenn wir unsere Leistung bringen, wird das honoriert“, lächelte Tine Hekman mit Blick auf die toll gefüllte Tribüne. „Die Fans haben uns heute zum Sieg getrieben.“ Nicht zu irgendeinem Erfolg, sondern zu einem extrem wichtigen: Mit dem 25:21 gegen Westfalia Kinderhaus haben die Coesfelderinnen nicht nur das Münsterland-Derby gewonnen, sondern sich auch ganz nah an die Nichtabstiegsplätze gebracht.

Sonntag, 16.03.2014, 14:00 Uhr

Das Wechselspiel zwischen Publikum und Mannschaft klappte perfekt. Von der ersten Minute an trieben die Fans das Team nach vorne. Und genau in dem Moment, als die Partie noch hätte kippen können, zahlte die Mannschaft es mit unbändigem Willen und Selbstvertrauen zurück. Denn beim 21:18 in der 55. Minute geriet die DJK-VBRS gleich mit zwei Spielerinnen in Unterzahl. Aber die erneut starke Lisa Schwering hielt einen Siebenmeter, und vorne traf Christel Leufke gleich zwei Mal bei vier gegen sechs zum 22:18 und 23:19 – die Entscheidung! „Die dritte Trainingseinheit in der Woche hilft extrem“, versicherte die Trainerin. „Vor allem ist die Mannschaft dadurch noch mehr zusammengewachsen.“

Was die „neue“ DJK-VBRS auszeichnet, ist die Fähigkeit, auch Rückschläge wegzustecken. Wie in der ersten Halbzeit, als sie bei 7:5 (16.) und Überzahl hätten wegziehen können, aber ihrerseits vier Tore in Folge zum 7:9 kassierten. „Die Köpfe gehen nicht mehr nach unten“, freute sich Tine Hekman. „Die Mädels kämpfen immer weiter.“ Und sie schafften es durch zwei Treffer von Christel Leufke, passend zum Pausenpfiff erstmals wieder mit 14:13 in Führung zu gehen.

Im zweiten Durchgang agierte die Deckung mit dem jungen Innenblock Hannah Schöttler und Elisa Backeshoff immer stärker. Nur mussten sich die Coesfelderinnen vorne jedes Tor hart erarbeiten – was auch der Verletzung von Magda Hemker geschuldet war. Sie war am Donnerstag im Training umgeknickt, konnte nur sporadisch und mit Halbgas mitwirken. Dennoch gelang es nach vier vergebenen Versuchen endlich, mit drei Toren wegzuziehen: Steffi Gerdes traf zum 19:16 (48.), danach hielten die Coesfelderinnen den Gegner auch in Unterzahl immer auf Distanz.

Der Rest war Jubel. „Wieder nur 21 Gegentore“, sah Tine Hekman den Schlüssel zum Erfolg erneut in einer bärenstarken Abwehrarbeit. Und natürlich darin, dass die Coesfelder Fans ihre Liebe zum Team wiederentdeckt haben. „Das hat heute riesig Spaß gemacht“, strahlte Lea Hemker – und genau so soll schon am kommenden Samstag der nächste Rettungsschritt gemacht werden, wenn der TV Schwitten nach Coesfeld kommt. 7 DJK Coesfeld-VBRS – Westfalia Kinderhaus 25:21; Lisa Schwering (im Tor), Christel Leufke (7), Steffi Gerdes (6/2), Lea Hemker (4), Elisa Backeshoff (3), Hannah Schöttler (3/2), Christin Wienecke (2), Magda Hemker, Britta Reckers.

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