Coesfeld
Im Tor ein Hexer, im Sturm ein Stecher

Coesfeld. Der Hexer stand im Tor. Christoph Klaas, Künstlername: Klaasi, türmte sich vor den gegnerischen Stürmern auf, dass ihnen angst und bange wurde. Mit Pranken wie ein Möbelpacker stand er in seiner Bude und hielt, was zu halten war. Doch Klaasi, ein Kerl wie ein Baum, konnte nicht verhindern, dass auch ihm der eine oder andere Schuss ins Netz sauste. Künstlerpech!

Sonntag, 13.01.2019, 10:16 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 11:30 Uhr
Coesfeld: Im Tor ein Hexer, im Sturm ein Stecher
Schnell auf den Beinen: Thomas Homölle, der Sprinter im Team der SG Coesfeld 06, erzielte kein Tor, bereitete aber einige vor. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Die SG Coesfeld 06 mit Klasse-Keeper Klaas startete furios ins Turnier. Mike Funke und Sebastian Warmers sorgten im Auftaktspiel gegen den Titelverteidiger Wattenscheid 09 für eine 2:0-Führung, die sie allerdings in der Schlussphase großzügig hergeschenkt haben. Drei Treffer, „den letzten mit der Schlusssirene“, wie sich Teamchef Marc Hellenkamp ärgerte, bescherten den Gästen aus dem Ruhrpott einen nicht mehr für möglich gehaltenen Erfolg.

Auch in der zweiten Partie gegen den SC Paderborn ballerten die Hausherren aus allen Lagen. Mike Funke legte das 1:0 vor, Jörg Meyermann erhöhte auf, und Patryk Sokolowski ließ das 3:0 folgen. Dann wachten die Paderborner auf, verkürzten auf 1:3 und 2:3. Mehr saß nicht drin.

Marc Hellenkamp holte tief Luft und schnaufte wie eine Dampflok. „Puh“, meinte er, „der erste Sieg ist unter Dach und Fach.“ Dafür gab es gegen den MSV Duisburg eine 0:3-Niederlage. „Verdient“, so Hellenkamp ehrlich, „Duisburg war besser.“ Die „Zebras“ überrannten die SG-Auswahl, die sich seit November mit einer wöchentlichen Trainingseinheit auf ihren Auftritt vorbereitet hatte. Nach dem 1:4 gegen den späteren Gesamtsieger Heracles Almelo, wobei Philipp Burkert das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, waren die „Oldies but Goldies“ aus Coesfeld heiß auf das Duell mit den Preußen. Burkert, der urplötzlich ungeahnte Torjäger-Qualitäten offenbarte, schoss das 1:0. Münster glich aus und traf zum 2:1. Funke glang das 2:2. Burkert markierte das 3:2, schon wieder der Stecher. Münster drückte auf den Ausgleich, erst recht in der letzten Minute, als die SG 06 durch die Hinausstellung von Sokolowski in Unterzahl auf dem Feld war. Doch mit einem blitzsauberen Konter und dem 4:2 durch Warmers fiel die Entscheidung pro Coesfeld.

Marc Hellenkamp, der im sechsten Jahr Teamchef ist, war zufrieden und blickte in die Zukunft. „Nächstes Wochenende fahren wir mit 40 Mann nach Willingen.“ Das ist dann die Belohnung.

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