Coesfeld
Starke DJK-VBRS zerlegt den Zweiten

Coesfeld. Um Sieg oder zumindest einen Punktgewinn ging es gar nicht mehr, als Florian Schulte seinem Personal in der 50. Minute eine Ansage machte. „Denkt an den direkten Vergleich“, mahnte der Trainer des TV Kattenvenne – kaum vorstellbar vor dem Anpfiff, denn der Tabellenzweite war mit einem satten Neun-Tore-Polster aus dem Hinspiel nach Coesfeld gekommen. Dass Alexander Kipp in der letzten Sekunde tatsächlich den 36:27-Anschlusstreffer warf, der Kattenvenne bei Punktgleichheit am Saisonende den Vorteil verschafft, war ein kleiner Schatten auf einen überragenden Auftritt der DJK/VBRS-Handballer, die den Titelanwärter in alle Einzelteile zerlegten.

Sonntag, 03.02.2019, 17:17 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 07:26 Uhr
Coesfeld: Starke DJK-VBRS zerlegt den Zweiten
13 war für ihn keine Unglückszahl: Till Schöttler bewies gegen den TV Kattenvenne seinen Torriecher, verwandelte zudem alle Siebenmeter. Foto: Frank Wittenberg

Bärenstark gespielt, aber die Krönung verpasst – zumindest kurzzeitig ärgerte sich Sven Holz, dass eben dieser direkte Vergleich nach dem 23:32 in der Hinrunde an Kattenvenne geht. „Weil es locker möglich war, auf 12 oder 13 Tore wegzuziehen“, dachte der Trainer an mehrere Großchancen, die in der Schlussphase leichtfertig ausgelassen worden waren. „Bis zur 50. Minute haben wir super getroffen, dann war leider ein wenig der Schlendrian drin.“ Aber das sollte einen spektakulären Auftritt gewiss nicht trüben.

Denn nach einer etwas mühsamen Anfangsphase rollte der DJK-Express gnadenlos über die Gäste hinweg. „Zu Beginn hatten wir noch Probleme in der Deckung“, gab Holz zu. Sehr ausgeglichen ging es zu, in der 15. Minute lagen die Coesfelder noch mit 7:8 hinten. Einige Umstellungen brachten die Wende und mit dem 10:8 erstmals eine Zwei-Tore-Führung, die die Eintrachtler bis zur Pause auf 20:15 ausbauten – unter anderem mit einem feinen Treffer, den Till Schöttler nach einem Sahnepass von Torwart Niels Heuermann direkt markierte.

Wer gedacht hatte, der Tabellenzweite würde unterstützt von einer stattlichen Fankolonie noch einmal ins Spiel zurückkehren, sah sich getäuscht. Auf der Tribüne behielten die Coesfelder die Oberhand, auf dem Parkett ebenso – mit Volldampf und schönen Toren. „Wir haben unsere Angriffe heute sauber ausgespielt“, freute sich Sven Holz. „Das ist das, was uns stark macht.“ Selbst eine kurze Deckung gegen Tim Püttmann und Nino Adler, mit der die Gäste ab der 40. Minute agierten, brachte die DJK-VBRS nicht aus dem Konzept. 27:20 hieß es in der 44. Minute, sogar 33:22 sechs Minuten vor dem Ende. Das späte 36:27 wurmte ganz kurz, dann aber durften die Eintrachtler zurecht stolz sein auf einen ganz starken Auftritt vor einer begeisterten Kulisse. „Das hat Spaß gemacht“, lächelte der Trainer. „Mit so einer Leistung gehören wir absolut in die Spitzengruppe!“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – TV Kattenvenne 36:27; Niels Heuermann und Kai Michel (im Tor), Till Schöttler (13/6), Tim Püttmann (10), Janes Kloster (6), Steffen Böyer (3), Nino Adler (2), Florian Urra (1), Marcel Uppenkamp (1), Jannick Kloster, Kevin Kallus, Eike Ralenkötter, Sebastian Schnute.

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