Coesfeld
„Wir wollen beide Titel holen“

Coesfeld. Unruhige Zeiten hat Fußball-Bezirksligist DJK Coesfeld-VBRS in der Winterpause erlebt: Weil die Ausgaben reduziert werden müssen, wird sich das Gesicht der erfolgreichen Mannschaft nach der Saison deutlich verändern. Über die Stimmung im Team knapp eine Woche vor dem Rückrundestart und über die Perspektiven sprach unser Redaktionsmitglied Frank Wittenberg mit DJK/VBRS-Kapitän Lars Ivanusic (25).

Donnerstag, 07.02.2019, 18:24 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 10:26 Uhr
Coesfeld: „Wir wollen beide Titel holen“
Lars Ivanusic geht voran: Der Kapitän will sich zum Saisonende mit dem Meistertitel und dem Kreispokal von der DJK Coesfeld-VBRS verabschieden. Foto: Frank Wittenberg

Lars, wie ist das Befinden in der Mannschaft nach den Schlagzeilen und bevor es auf dem Platz wieder ernst wird?

Lars Ivanusic: Wie das in der Wintervorbereitung so ist – schwierig bei den Platzverhältnissen, die wir längere Zeit hatten. Da standen zwangsläufig Fitness, Laufen und Ganzkörpertraining im Mittelpunkt. Die Stimmung ist aber nach wie vor sehr gut.

Trotz der Tatsache, dass Euer Projekt schon im Sommer nach nur einem Jahr endet?

Ivanusic: Das ist richtig bitter, klar. Wir haben ein super Trainerteam mit Engin Yavuzaslan, Mario Worms, Andree Dörr und Steffen Warnecke, das aus vielen verschiedenen und sicher nicht immer einfachen Charakteren eine tolle Mannschaft mit großer Qualität geschweißt hat. Gerade für Engin ist das eine schwierige Situation. Er hatte einen Plan, und wir hätten nach dem Aufstieg auch in der Landesliga eine gute Rolle gespielt. Deshalb ist es sehr schade, dass es nicht weitergeht.

Wie groß ist der Ärger bei Euch Spielern über die Entwicklung?

Ivanusic: Erstmal war die Überraschung groß. Wir hatten auf Gespräche über die Zukunft gewartet, dann kam das. Vor allem hätten wir gerne frühzeitiger davon erfahren, nicht so spät. Einige Spieler wissen aktuell nicht, was die Zukunft bringt. Die Verantwortlichen haben Fehler eingestanden, ich habe als Kapitän unsere Enttäuschung zum Ausdruck gebracht.

Wie geht es für Dich persönlich weiter?

Ivanusic: Ich werde in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Ich wohne in Nottuln, werde auch beruflich eingespannter sein. Deshalb freue ich mich darauf, künftig bei GW Nottuln zu spielen und mit dem Rad zum Training zu fahren.

Dein ursprünglicher Plan war aber, in Coesfeld zu bleiben?

Ivanusic: Auf jeden Fall. Ich verlasse den Verein mit einer Träne im Auge, denn ich habe immer gerne in meiner Heimatstadt gespielt. Zumal Engin und das Trainerteam super Typen sind, die alles zusammenhalten und uns auch außerhalb des Platzes zu einer eingeschworenen Truppe gemacht haben. Wenn es nur Anzeichen von Problemen gibt, werden sie sofort aus der Welt geschaffen.

Und diese Truppe wird auch in der Rückrunde weiter Vollgas geben?

Ivanusic: Wir rücken von unseren Zielen nicht ab! Mir war sofort klar, dass ich das bis zum Saisonende durchziehe, auch wenn die Enttäuschung groß ist. Und so sieht es auch die Mannschaft: Wir wollen den Kreispokal und den Meistertitel holen, das sind wir auch den Zuschauern schuldig. Was danach passiert, liegt in den Händen der Verantwortlichen, wobei ich übrigens den Hut vor Hendrik Schemmer ziehe, der sich jetzt einbringt.

Wie realistisch siehst Du die Chancen, beide Titel zu holen?

Ivanusic: Im Pokal sind viele Favoriten wie SpVgg. Vreden oder GW Nottuln schon raus. Wir spielen im Halbfinale bei TSG Dülmen, ansonsten sind noch SuS Legden und FC Vreden dabei – die Chance ist da. Und in der Meisterschaft haben wir noch eine Rechnung mit RW Deuten offen. Auch Vorwärts Epe schätze ich stark ein. Wir werden das schaffen, denn bei uns kehren auch Langzeitverletzte wie Kai Hemsing und Marvin Langer zurück. Trotz aller Umstände: Wir packen an. Die Jungs haben richtig Bock! | weiterer Bericht

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