Coesfeld
Zu viele Chancen ausgelassen

Coesfeld. Die Versuchung, ein Maßband zur Hand zu nehmen und zu überprüfen, ob das Tor tatsächlich die richtige Größe aufweist, war groß. „So oft, wie der Ball in der zweiten Halbzeit gegen den Pfosten geflogen ist . . .“, schüttelte Dirk Haverkämper den Kopf. Aber keine Frage, es wird alles mit rechten Dingen zugegangen sein – und deshalb müssen sich die Handballerinnen der DJK Coesfeld-VBRS das Ende der feinen Serie mit sieben ungeschlagenen Spielen in Folge selbst ankreiden. „Wir haben einfach zu viele klare Chancen ausgelassen“, gab der Trainer nach dem 19:24 bei Westfalia Kinderhaus zu.

Sonntag, 10.02.2019, 12:05 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 09:06 Uhr
Coesfeld: Zu viele Chancen ausgelassen
In der Schlussphase erzielte Maike Dieker zwei Treffer für die DJK/VBRS-Damen, aber das war unter dem Strich zu wenig, um in Kinderhaus zu bestehen. Foto: Frank Wittenberg

Zu sehen bekamen die Zuschauer eine Partie mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. Denn vor der Pause war es das Team aus Kinderhaus, das viele Möglichkeiten vergab und immer wieder an der starken DJK-Torfrau Maike Kreikenberg scheiterte. „Selbst da haben wir schon einige Chancen ausgelassen, aber ansonsten sehr gut gespielt“, sah Haverkämper eine prima Leistung und nach einem zunächst sehr ausgeglichenen Beginn eine 10:6-Führung (21.). Die hätten die Coesfelderinnen auf fünf Treffer ausbauen können, scheiterten aber per Siebenmeter – wie sie überhaupt alle drei Strafwürfe in diesem Spiel ausließen. Dennoch lag die DJK-VBRS zur Pause mit 11:8 vorne und bewies einmal mehr, dass sie auch gegen die Topteams der Liga auf Augenhöhe agieren kann.

Das änderte sich allerdings im zweiten Durchgang, denn die Chancenverwertung ließ immer mehr zu wünschen übrig. 13:11 lagen sie noch vorne (38.), kassierten dann wie im Hinspiel zur identischen Zeit vier Tore in Folge. Beim 17:17 durch Steffi Lappe (47.) gelang noch einmal der Ausgleich, doch in den letzten 13 Minuten erzielte nur noch Youngster Maike Dieker zwei Treffer. „Kinderhaus hat es dann sehr abgezockt gemacht und es gut zu Ende gespielt“, zollte der Trainer dem Gegner ein Lob, der letztlich mit 24:19 beide Punkte in Münster behielt. Am Ende verdient, aber dennoch nicht notwendig, stellte Dirk Haverkämper fest. „Wir müssen es diesmal auf unsere eigene Kappe nehmen“, sagte er mit Blick auf die magere Ausbeute in der Offensive. „Wir haben uns die Möglichkeiten gut herausgespielt, aber 17 klare Chancen vergeben – so kannst du hier kein Spiel gewinnen.“ 7 Westfalia Kinderhaus – DJK Coesfeld-VBRS 24:19; Maike Dieker und Jule Bömer (im Tor), Steffi Lappe (5), Franziska Wilde (3), Elisa Backeshoff (3), Britta Reckers (2), Magda Hemker (2), Maike Dieker (2), Lea Hemker (1), Lea-Sophie Schneider (1), Christin Wienecke, Juliana Hüls.

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