Coesfeld
LG Coesfeld auf Titeljagd

Coesfeld. Das intensive Training der vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt. In Paderborn, Schauplatz der Westfalenmeisterschaften der 14- und 15-jährigen Mädchen und Jungen, sorgten die Athletinnen und Athleten der LG Coesfeld für einen Höhepunkt nach dem anderen.

Mittwoch, 06.03.2019, 16:31 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 11:14 Uhr
Coesfeld: LG Coesfeld auf Titeljagd
Die flotte Truppe von der LG Coesfeld (von links): Johanna Rier, Emma Bethke, Ida Lefering, Nele Dieker, Pia Meßing und Mirjam Janocha. Foto: az

Innerhalb von ein paar Minuten gab es gleich zwei Westfalenmeistertitel über die Mittelstrecke.

Total nervös, aber hochkonzentriert lief Nele Sietmann in der Altersklasse W 14 über ihre Lieblingsstrecke, die 800 m, ein tolles Rennen. In einer Zeit von 2:20,46 min holte sie sich ihren ersten Meistertitel, was nicht nur eine neue persönliche Bestzeit bedeutete. Sie durfte auch bei ihrer ersten Meisterschaft das heißbegehrte „Pferdchen“ (einen Aufnäher vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen), welches nur die erstplatzierten Athleten jeder Disziplin bekommen, mit nach Hause nehmen.

Ihre ein Jahr ältere Vereinskameradin Ida Lefering hatte sich den Lauf ihrer Trainingspartnerin genau angeschaut und machte es ihr nur zehn Minuten später nach. Nach einem Start-Ziel-Sieg wie bei Nele Sietmann durfte sich auch Ida Lefering über einen hervorragenden ersten Platz in einer Zeit von 2:22,57 min freuen.

„Das war Wahnsinn was die beiden Mädels auf die Bahn gezaubert haben. Vom Start weg haben sie ihr Ding durchgezogen, einfach klasse“, freute sich ihre Trainerin Sandra Bertels.

Im Weitsprung der 15-jährigen Mädels gelang Johanna Rier mit einem Satz von 5,44 m als Dritte der Sprung aufs Siegerpodest. Auch über die 300-m-Sprintstrecke machte sie eine tolle Figur. Ihre bisherige persönliche Bestzeit konnte sie um mehr als fünf Hundertstelsekunden auf 41,61 sec verbessern, was Platz zwei bedeutete.

Die Nervosität stand Pia Meßing nach ihrem ersten Versuch im Weitsprung, der leider ungültig war, ins Gesicht geschrieben. Doch sie fand in den Wettkampf hinein und freute sich anschließend mit einer neuen Bestweite von 5,10 m über einen tollen vierten Platz in der Altersklasse W 14. Im Hochsprung übersprangen gleich fünf Athletinnen die 1,52 m. Da Pia Meßing bis dahin jede Höhe im ersten Versuch genommen hatte und damit, wie man so schön sagt, eine „weiße Weste“ hatte, jubelte sie über einen tollen zweiten Platz.

Nach einem verhaltenen Vorlauf über die 60 m Hürden gab Mirjam Janocha im Finale noch einmal richtig Gas und erreichte mit 9,59 sec in einer neuen persönlichen Bestzeit den dritten Rang. „Mirjam musste zwei Wochen wegen einer Verletzung in der Wade pausieren. Es war gut, dass sie den 60-m-Vorlauf mitnehmen konnte, um zu schauen, ob die Wade hält. Dadurch ist sie dann mit einem guten Gefühl ins Hürdenfinale gegangen“, resümierte ihr Trainer Matthias Bertels den Wettkampf seines Schützlings.

Nele Dieker verpasste bei den ein Jahr älteren Mädels nur knapp die Finalläufe über 60 m Hürden, konnte aber mit 10,15 sec ihre persönliche Bestzeit bestätigen.

Trainer Jens Konert zog nach einem langen Wettkampftag ein positives Fazit: „Wir haben ja mit fünf Treppchenplatzierungen geliebäugelt“, sagte er und staunte, „aber dass wir mit neun Platzierungen unter den besten sechs Teilnehmern unsere Erwartungen so eindrucksvoll übertroffen haben ist einfach klasse!“

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