Coesfeld
Hauchdünn am Aufstieg vorbei

Coesfeld. Die Turner der SG Coesfeld 06 haben den Oberliga-Aufstieg haarscharf verpasst. Im Finalkampf beim TV Gleidorf, der wie die Coesfelder zuvor jeden Wettkampf mit einem deutlichen Sieg gelöst hatte, unterlag die SG 06 bei jeweils drei Gerätesiegen für jedes Team mit 210,95:213,20 Punkten – damit blieb „nur“ die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga.

Freitag, 12.04.2019, 17:57 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 19:04 Uhr
Coesfeld: Hauchdünn am Aufstieg vorbei
Den Titel knapp verpasst haben die Turner der SG 06 um Trainer Ulrich Rickert (2. von links). Trotzdem haben die Coesfelder eine sehr starke Verbandsliga-Saison hingelegt. Fotos: Tobias Pütz Foto: az

Gleich zu Beginn zeigten die Coesfelder, dass grobe Fehler an diesem Tag keinen Platz finden dürfen. Das wusste auch Alexander Sueck, der nach langer Verletzungspause sein Boden-Comeback feiern durfte. Und mit einer Wertung von ordentlichen 12,40 Punkten trug er zu einem Gerätesieg bei, der mit nur einem Zehntel Unterschied kaum knapper entschieden werden konnte.

Fortgesetzt wurde der Krimi am Pauschenpferd – dort präsentierte sich die SG besser als in Plettenberg, verlor aber knapp mit 32,30:32,50 Punkten gegen die Gastgeber aus dem Sauerland. Auch die Ringe brachten noch keine aussagekräftige Führung. Es ergab sich nach der Hälfte aller sechs olympischen Geräte ein Zwischenstand von 107,10:106,95 für die Coesfelder Turner. Jannik Voß zeigte sich trotz einer noch nicht auskurierten Erkältung in den Knochen in Bestform und steigerte sich auf 12,05 Punkte. Auch Koray Aktas lieferte an seinem Paradegerät mit 12,80 Punkten ordentlich ab.

Am Sprung sollte es aufregend weitergehen. Nachdem sich Simon Sandscheper beim Einspringen eine leichte Fußverletzung zugezogen hatte, galt es für die drei Tsukahara-Springer Alexander Sueck (11,25 Pkt), Jannik Voß (11,25 Pkt) und Florian Wein-Kleinschnitker (11,50 Pkt) ohne Streichwertung zu überzeugen. So brachten sie der Mannschaft weitere 34,00 Punkte und die erneute, aber immer noch knappe Führung von 141,10:140,30.

Erst am vorletzten Gerät sollte sich eine leichte Tendenz herauskristallisieren. Trotz sauberer Übungen seitens der Coesfelder am Barren, wie die von Tim Jakob mit den wenigsten Abzügen und einer Wertung von 11,80 oder Jannik Voß mit starken 12,25 Punkten, ging der Gerätesieg an die Gleidorfer. Sie überzeugten das Kampfgericht mit hochkarätigen und spektakulären Abgängen, die einen Führungswechsel mit genau 1,00 Punkten ausmachten. Zwischenstand: 177,50:178,50 für die Gleidorfer.

Am Reck brachte der gegnerische Turner Thomas Hanke dann mit einem gestreckten Doppelsalto die Entscheidung. Mit einem Endstand von 210,95:213,20 Punkten und jeweils drei gewonnenen Geräten auf beiden Seiten ging der mehr als spannende Wettkampf letztendlich an die Mannschaft des TV Gleidorf.

Die Vizemeister aus Coesfeld haben die angestrebte Meisterschaft zwar knapp verfehlt, können aber stolz auf den Verlauf ihrer Saison zurückblicken, zumal die Coesfelder ausschließlich mit eigenen Turnern an die Geräte gingen. Nach einigen Hürden wie Krankheitsausfällen oder Verletzungen, die allesamt souverän gemeistert wurden, hat sich die Mannschaft vor allem in Sachen Durchhaltevermögen bewiesen. „Wir haben einiges durchgezogen, an dem wir die letzten Jahre noch gescheitert wären“, lobt auch Mannschaftstrainer Ulrich Rickert besonders die jüngeren Teamkollegen.

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