Coesfeld
Feuerwerk beim Showdown

Coesfeld. Die Stimmung war gedämpft. „Fußball ist Ergebnissport“, zitierte Engin Yavuzaslan eine alte Weisheit, die im „Doppelpass“ mit fünf Euro fürs Phrasenschwein bestraft wird, „Tore sind das A und O.“ Zwei davon hat der Angstgegner SV Lippramsdorf beim 2:0-Auswärtssieg erzielt, die Coesfelder sind leer ausgegangen eine Woche vorm großen Showdown gegen den Spitzenreiter RW Deuten.

Montag, 13.05.2019, 07:50 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 08:06 Uhr
Coesfeld: Feuerwerk beim Showdown
Lars Ivannusic (rechts), der Capitano aus Coesfeld, inszenierte Angriff auf Angriff über die linke Außenbahn. Foto: az

Aber die frohe Kunde, dass auch die Rot-Weißen gepatzt haben, zwar nicht ganz so gravierend wie die „Blauen“, kam kurz nach dem Abpfiff durch Michael Hellekamp. „Deuten hat nur 1:1 bei Vorwärts Epe gespielt“, teilte der Gäste-Coach lächelnd mit.

Engin Yavuzaslan war sofort ganz Ohr, als ihm diese Nachricht zugetragen wurde. „Jetzt geht’s ans Eingemachte“, sagte er mit einem Funkeln in den Augen und versprach vorm Aufeinandertreffen in einer Woche, „das wird ein Feuerwerk!“

Nur ein Zähler trennen die beiden Titelkandidaten zwei Spieltage vor Saisonende. „Dann müssen wir unsere Chancen allerdings konsequent nutzen“, redete Yavuzaslan Klartext und sprach gleichzeitig die fehlende Effektivität an, „diese Kritik müssen wir uns gefallen lassen.“ Aber er wollte seiner personell gebeutelten Truppe keine großen Vorwürfe machen. „Alle sind bis ans Limit gegangen“, lobte er die Einsatzbereitschaft, „jeder Einzelne hat sein Bestes gegeben. Mehr ging nicht.“

Aussichtsreiche Möglichkeiten gab es einige. Marvin Niehaus, die Nr. 1 aus Lippramsdorf, hielt bravourös. Was auch immer auf seine Bude geflogen kam, er bekam in schöner Serie seine Finger an den Ball. „Der Schnapper ist ein richtiger Drecksack“, meinte Engin Yavuzaslan zum Gäste-Keeper, der das Kompliment mit einem breiten Grinsen quittierte, „der Gegner hat das auch super hingekriegt.“ Wie Nadelstiche wirkten die überfallartigen Konter. Henrik Kleinefeld lief in der 29. Minute allein auf Marvin Langer zu. Langer streckte sich und verhinderte mit Müh und Not einen Einschlag. Sechs Minuten später war er allerdings geschlagen, als wiederum Kleinfeld die 1:0-Führung für den Klassenprimus erzielte.

Der Sportverein Lippramsdorf hatte viel Dusel beim 2:0 von Jonas Zemahle, der von der linken Seite eine Flanke in den Sechzehner schlagen wollte. Mit einem Kunstschuss, der ihm garantiert kein zweites Mal in dieser Form gelingen wird, traf er ins Netz. Marvin Langer schaute verdutzt, denn damit hatte er genauso wenig gerechnet wie allen anderen auf der grünen Wiese.

Nach diesem Rückschlag inszenierten die Hausherren ein Powerplay. Angriff auf Angriff rollte nunmehr auf das Tor von Marvin Niehaus. Der Teufelskerl blieb jedoch total cool, obwohl es in seinem Strafraum bisweilen lichterloh brannte. Vor allem ihm hatten die Gäste den Erfolg zu verdanken. 7 DJK Coesfeld-VBRS - SV Lippramsdorf 0:2; Tore: 0:1 Henrik Kleinefeld (36.), 0:2 Jonas Zemahle (52.)

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