Coesfeld
Das „Wolfsrudel“ heult vergeblich

Coesfeld. Das Wolfsrudel heulte eindrucksvoll, aber vergeblich. Denn wem die absoluten Sympathien des Publikums gehörten, dröhnte in allen Ohren: Georg und Peter Wolf, die beiden Brüder aus Frankfurt, genossen die originelle Unterstützung – was aber nicht reichte, um den Sparkassen Beach Premium 1+ Cup der SG Coesfeld 06 für sich zu entscheiden. „Wir haben nicht unsere Topleistung abgerufen, aber der Gegner“, gratulierte Peter Wolf nach dem Finale dem Duo Tobias Brand/Jonas Reinhardt, das sich in zwei Sätzen mit 21:13 und 21:18 durchgesetzt hatte. Ein dickes Kompliment richtete sein Bruder Georg aber auch an das Coesfelder Publikum: „Mega-coole Leute – wir sind jedes Mal positiv überrascht.“

Sonntag, 26.05.2019, 22:48 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 23:38 Uhr
Coesfeld: Das „Wolfsrudel“ heult vergeblich
Volles Risiko: Peter Wolf (rechts) schlägt den Ball vorbei an Jonas Reinhardt ins Feld. Am Ende setzte sich aber die Kombination Brand/Reinhardt durch. Fotos: Frank Wittenberg Foto: az

Jeden Punkt ihrer Lieblinge, die immer wieder mit „Wulf – Wulf“-Sprechchören angefeuert wurden, feierten die Fans frenetisch. Die fanden aber in einem Duo ihren Meister, das schlicht ein nahezu perfektes Turnier erwischt hatte. „Bisher haben wir in der Saison viele enge Spiele verloren“, erklärte Tobias Brand, der mit Jonas Reinhardt im vergangenen Jahr Platz fünf in Coesfeld belegt hatte. Diesmal reichte es für ganz oben, weil den Dürenern im Halbfinale der Coup gelang, gegen die Topgesetzten Daniel Wernitz/Niklas Rudolf glatt in zwei Sätzen zu gewinnen. „Gegen die waren sie vor einer Woche bei der Techniker Beach Tour in Düsseldorf noch untergegangen“, staunte SG-Abteilungsleiter Philipp Heuermann. „Tobias und Jonas sind heute die verdienten Sieger.“

Gerne hätten die Zuschauer einen dritten Satz in diesem phasenweise spektakulären Duell erlebt. Nach dem klaren 13:21 im ersten Durchgang lagen Wolf/Wolf auch hier mit 13:19 scheinbar aussichtslos hinten, holten sich dann unter dem Jubel des Publikums vier Punkte in Folge zum 17:19. Letztlich nutzten Brand/Reinhardt aber den zweiten Matchball zum 21:18.

Ähnlich deutlich verlief auch das Finale in der Damenkonkurrenz, in der sich das an Position eins gesetzte Duo Larissa Claaßen und Nina Interwies aus Hamburg mit 21:13 und 21:15 gegen die Berliner Kombination Julia Laggner/Melanie Höppner durchsetzte. Ausgerechnet im Endspiel hatten die Siegerinnen ihr bestes Spiel im gesamten Turnier abgeliefert, stellte Nina Interwies zufrieden fest: „Es macht aber auch einfach Bock hier in Coesfeld.“ Auch ihre Teamkollegin Larissa Claaßen zeigte sich angetan von der Atmosphäre im Sportzentrum Süd: „Viele Zuschauer helfen natürlich, uns zu motivieren. Das hat heute wirklich sehr gut geklappt!“

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