Coesfeld
Kein Grund zum Frust nach verpasstem Aufstieg

Coesfeld (fw). So richtig traurig war am Ende niemand. Okay, der Sprung in die Oberliga blieb ihnen verwehrt, aber damit konnten Dirk Haverkämper und seine DJK/VBRS-Handballerinnen umgehen. „Der Gegner war wirklich gut“, richtete er ein Lob an LIT Tribe Germania, sparte aber auch nicht mit Komplimenten für seine eigene Mannschaft: „Wir haben eine gute Leistung geboten.“ Aber wie schon im Hinspiel war der Gegner gestern mit dem identischen Ergebnis von 32:28 einfach einen Tick besser.

Montag, 27.05.2019, 09:55 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 10:00 Uhr
Coesfeld: Kein Grund zum Frust nach verpasstem Aufstieg
Abschiedsgeschenk: Das allerletzte Tor für die DJK/VBRS-Damen nach einer starken Saison erzielte die scheidende Franziska Wilde (Mitte). Foto: Frank Wittenberg

Ausschlaggebend für das verpasste „Wunder von Holzhausen“ waren zwei Phasen im Spiel, in denen die Gastgeberinnen zu leichten Toren kamen und sich so absetzen durften. „Wir lassen da zu viele gute Chancen liegen“, stellte Haverkämper fest. So lief die erste Halbzeit lange ausgeglichen: Die Coesfelderinnen holten einen 2:5-Rückstand auf, glichen zum 9:9 aus (17.) und blieben bis zum 14:14 (24.) dran. Dann aber erlaubten sie sich diese Schwächephase und gerieten bis zur Pause mit 15:18 in Rückstand.

So richtig auf Kurs kamen die DJK-Damen auch nach dem Seitenwechsel nicht: LIT lief mehrere Gegenstöße, nutzte die eigenen Möglichkeiten konsequent und setzte sich bis auf 27:19 ab (46.). „Da hätte es bitter werden können“, gab der Trainer zu – aber weder er, noch seine Mannschaft hatten ein Interesse daran, sich abschießen zu lassen. „Also hat die Mannschaft noch einmal bis zum Umfallen gekämpft.“ Die Coesfelderinnen verkürzten den Rückstand bis auf 26:30 und verloren am Ende wie vor einer Woche in eigener Halle mit 28:32 – mit ein paar Schmankerln in der Schlussphase, denn Christin „Gitte“ Wienecke gelang in ihrem letzten Spiel nach 20 Jahren bei den DJK-Damen ihr ersehntes Tor. Der allerletzte Treffer einer starken Saison blieb Franziska Wilde vorbehalten, die den Club Richtung Stadtlohn verlässt. „Wir müssen fair anerkennen, dass der Gegner in diesen beiden Spielen besser war“, zog Dirk Haverkämper einen Strich unter die Oberliga-Relegation. „Aber wir sind nicht weit weg.“ 7 LIT Tribe Germania – DJK Coesfeld-VBRS 28:32; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Christel Daldrup (7), Maike Dieker (7/5), Magda Hemker (4/2), Britta Reckers (3), Franziska Wilde (3), Juliana Hüls (1), Lea Hemker (1), Christin Wienecke (1), Lea-Sophie Schneider (1), Elisa Backeshoff, Kerstin Böing.

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