Coesfeld
Mein Freund, der Dino

Coesfeld. Im Pferdesportzentrum Flamschen hat ein Dino das Sagen. Dino Soddemann ist der Haus- oder Platzmeister auf der feinen Anlage. „Im März 2017 sind wir in Flamschen eingezogen“, erzählt der Familienvater, der mit Ehefrau Kira, eine erfolgreiche Dressurreiterin, eine sechs Jahre junge Tochter hat: Lynn-Sophie. „Seit April 2017 mach’ ich hier den Job.“ Soddemann ist ein Mann für alle Fälle. Gibt’s ein Problem zu lösen – nicht verzagen, Dino fragen.

Samstag, 22.06.2019, 06:28 Uhr
Coesfeld: Mein Freund, der Dino
Eine reitsport-begeisterte Familie (von links), Dino Soddemann, Lynn-Sophie und Kira Soddemann. Bescheiden wie er ist, erwähnt er auch noch mehrere Vereinskollegen, die immer da sind, wenn die Arbeit ruft: „Theo Reckert, Martin Schulze Bremer, Frank Beerhorst, Matthias Latanowitzund Christel Thoms darf man nicht vergessen. Alle aufzulisten, das würde hier den Platz sprengen.“ Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Dino Soddemann ist ein freundlicher und stets hilfsbereiter Typ, einer, den alle mögen. Dorothee Sommer bringt es auf den Punkt, kurz und knapp: „Dino ist die Seele des Vereins!“ Recht hat sie.

Dino Soddemann ist Quereinsteiger. „Früher war ich Kfz-Mechaniker“, schaut er zurück, „doch mit Pferden hatte ich immer schon zu tun.“ Gemeinsam mit Zwillingsbruder Marc leitete er bis 2016 einen Ausbildungsstall auf dem Letter Berg

Nun ist er in Flamschen im Auftrag des ZRuFV Coesfeld-Lette, seinem Arbeitgeber, tätig. „Ich bin Ansprechpartner für alles“, so Soddemann, 44, der in jungen Jahren Fußball spielte beim VfL Bochum, aber nach sechs Knie-OPs („Ob Kreuzbandriss, Innenmeniskus oder Außenmeniskus – ich hab’ alles mitgenommen“) seine Stollenschuhe an den Nagel hängen musste.

„Was ich kann, mach’ ich, den Rest gebe ich weiter.“ Für die Pflege und Instandhaltung der Anlage, die Soddemann als „Schönste im Kreis Coesfeld“ bezeichnet, ist er verantwortlich. „Allen kann ich nicht helfen, aber ich versuche es zumindest.“

Schon morgens früh um sechs klingelt im Hause Soddemann der Wecker. Aufstehen! „Normalerweise bin ich bis abends acht, neun Uhr fertig“, berichtet er, „es gibt allerdings auch Tage, die gehen bis 23 oder 24 Uhr.“ Wie im Vorfeld des Kreisturniers, als zig Aufgaben erledigt werden mussten.

Kira Soddemann, seine bessere Hälfte, hilft ihm, wo sie nur kann. Sie selbst ist halbtags Bereiterin im „Dressur Team Meyer“ in Nottuln. Nachmittags geht sie ihrem Gatten zur Hand und packt mit an. „Gold-Kira“, wie Klubvorsitzender Marcus Voss spaßeshalber sagt, weil sie im Dezember 2018 das Goldene Reitabzeichen erhalten hat, ist heute und morgen auch im Einsatz. Als Dressurreiterin wird sie die Vereinsfarben vertreten. genauso wie Schwager Marc, der ebenfalls in der Dressur startet.

Natürlich wird Dino Soddemann beiden die Daumen drücken. Auch Lynn-Sophie, das Töchterchen, das bereits ein eigenes Pony hat, „Chipie Lou“ mit Namen, ist immer ganz nervös, wenn Mama Kira und Onkel Marc im Sattel sitzen.

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