Coesfeld
Geduld lautet das Zauberwort

Coesfeld. Der Doublesieger backt kleinere Brötchen. Statt Landesliga geht es in die Kreisliga A – eine bewusste Entscheidung, sagt Denis Koopmann. „Wir setzen auf eigene Kräfte“, erklärt der Trainer. „Das ist eine Investition in die Zukunft.“ Für die „neue“ Mannschaft gilt: Wo DJK Coesfeld-VBRS draufsteht, stecken auch „Blaue“ drin. Bis sie damit wieder in höhere Regionen durchstarten können, wird es Zeit brauchen. „Die nehmen wir uns“, versichert Koopmann. Ins obere Drittel wollen die Eintrachtler, logisch, aber die Favoritenrolle gehört anderen Clubs.

Freitag, 26.07.2019, 10:47 Uhr aktualisiert: 26.07.2019, 10:50 Uhr
Coesfeld: Geduld lautet das Zauberwort
Schwerstarbeit für die Abwehrspieler in der Kreisliga A: Marius Borgert (rechts), Torjäger bei der DJK-VBRS, wird nur schwer zu stoppen sein. Fotos: Frank Wittenberg Foto: az

Eine ganze Elf hat sich verabschiedet, weil der Verein den Gürtel enger schnallen muss. Denis Koopmann und Richard Schüer, der sich für die U 23 in der B-Liga verantwortlich zeichnet, stehen vor einer Herkulesaufgabe: Aus bisher drei Mannschaften müssen sie zwei formen, und das ohne so Klassespieler wie Mario Worms, Lars Ivanusic oder Timo Grabowsky. „Umso wichtiger ist, dass uns so erfahrene Spieler wie Marius Borgert, Tobias Hüwe, Bastian Domeier, Johannes Kasnatscheew oder Kai Hemsing erhalten bleiben“, freut sich Koopmann über ein Grundgerüst aus der Meistermannschaft, zu dem auch junge Kicker wie Lucca Rensing oder Philip Luca Schink zählen. Sie alle bleiben der DJK-VBRS treu, wollen dem Verein in einer schwierigen Phase helfen. „Hendrik Schemmer hat da tolle Arbeit geleistet“, lobt der Trainer den neuen Fußball-Obmann.

Hinzu kommen einer Reihe von Spielern aus der ehemaligen zweiten Mannschaft, für die Koopmann in den vergangenen drei Jahren verantwortlich war. Auch da gibt es einige Routiniers wie Jens Paas und Daniel Rotondi, vor allem aber viele junge Spieler, die nun in der „Ersten“ anpacken. „Sie bringen die Qualität mit“, lobt der 42-Jährige. „Jetzt wollen wir sie auf das nächste Level heben.“

Wer glaubt, dieses Personalpuzzle sei in kürzester Zeit zu lösen, dem nimmt Denis Koopmann schnell den Wind aus den Segeln. „Das komplette zentrale Mittelfeld muss neu aufgebaut werden“, verweist er auf die Abgänge. Da die geeigneten Leute für die jeweiligen Positionen zu finden, sich einzuspielen, auch auf Verletzungen reagieren zu können, das wird dauern. Von einem Übergangsjahr spricht der Trainer. Ein Jahr, in dem die Mannschaft zusammenwachsen soll, in dem Spieler neue Aufgaben übernehmen müssen. „Die Jungs wissen, was sie können“, betont der Hochmooraner. „Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Wohin die Reise geht im Jahr eins nach dem freiwilligen Rückzug in die A-Liga? Unter die besten Sechs, ins obere Drittel, wollen sie auf jeden Fall. Wie weit nach oben, da tritt der Trainer die Bremse. „An einem guten Tag können wir viele Mannschaften ärgern“, ist er sich sicher. „Aber wir zählen sicher nicht zu den Topfavoriten.“ Denn die DJK Coesfeld-VBRS, die mit ihren Himmelsstürmern zuletzt Meisterschaft und Kreispokal gerockt hat, benötigt in der neuen Saison 2019/20 vor allem eines: Geduld. 7 Nächste Folge am Samstag: über die Mannschaft, die nach personell mageren Jahren ein eigenes Team nur mit Neuen stellen könnte.

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