Coesfeld
DJK-VBRS darf vom Pott träumen

Coesfeld/Osterwick. Plötzlich hing der Einzug ins Finale am seidenen Faden. Denn in der 90. Minute tauchten die Osterwicker, die lange Zeit offensiv gar nicht mehr in Erscheinung getreten waren, in Person von Hannes Grams frei vor dem Kasten der DJK Coesfeld-VBRS auf. Dennis Weßendorf wehrte den Schuss aber ab – kurz darauf war Schluss und das Endspiel für den Gastgeber gebucht. „Das hätte aber ins Auge gehen können“, dachte Denis Koopmann an die späte Schrecksekunde. „Wir müssen es schon früher für uns entscheiden.“

Mittwoch, 31.07.2019, 08:24 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 08:50 Uhr
Coesfeld: DJK-VBRS darf vom Pott träumen
Eine der gute Tormöglichkeiten für die DJK Coesfeld-VBRS: Cedric Pollmeier (rechts) entwischt Lars Knipper, zielt aber knapp am Kasten vorbei. Foto: Frank Wittenberg

Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut aus für die Eintrachtler, die schon in der vierten Minute nach einem feinen Westfalia-Spielzug und dem Treffer von Leon Eggemann mit 0:1 in Rückstand gerieten. Eggemann legte in der 26. Minute nach Vorarbeit von Florian Richters und Luis Lammers gar das 0:2 nach. „Die Gegentore fallen, obwohl wir genau das vorher besprochen hatten“, ärgerte sich Koopmann über das überschaubare Abwehrverhalten bei den Diagonalbällen der Gäste. „Immerhin haben wir uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ Ein Elfmeter, verursacht von Tobias Schönnebeck an Lucca Rensing und verwandelt von Tobias Hüwe (31.), brachte die Coesfelder ins Spiel zurück.

Die zweite Halbzeit begann wie Durchgang eins: mit einem schnellen Gegentor für die DJK-VBRS. Uli Wirtz schlug den Pass, den Florian Richters sehenswert zum 1:3 verwandelte (47.). „Danach kam plötzlich nichts mehr von uns“, musste Westfalia-Spielertrainer Tobias Paschert einräumen. „Wir haben gar nicht mehr richtig dagegengehalten.“

Tatsächlich kamen die Eintrachtler schnell zurück ins Spiel, als Philip Luca Schink eine Flanke von Cedric Pollmeier zum 2:3 ins Netz köpfte (49.). Und nachdem erneut Schink (55.) und Kai Hemsing (69.) jeweils nach Pass von Lucca Rensing zwei Großchancen vertan hatten, erzielte Rensing selbst nach schöner Vorarbeit von Malte Elkemann den 3:3-Ausgleich (70.).

Der reichte der DJK-VBRS wegen des besseren Torverhältnisses zum Einzug ins Finale am Donnerstag gegen den SV Gescher. „Die Jungs haben sich wieder gesteigert, dennoch hätten wir es einfacher haben können“, dachte Denis Koopmann an die vergebenen Chancen zur Führung, was sich durch Hannes Grams in der 90. Minute beinahe noch gerächt hätte. Für die Westfalia bleibt das Spiel um Platz drei gegen TSG Dülmen – und Pascherts Erkenntnis: „Wir schaffen es noch nicht, über 90 Minuten gut zu spielen.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – Westfalia Osterwick 3:3; Tore: 0:1 und 0:2 Leon Eggemann (4., 26.), 1:2 Tobias Hüwe (31., FE), 1:3 Florian Richters (47.), 2:3 Philip Luca Schink (49.), 3:3 Lucca Rensing (70.).

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