Coesfeld
Weit weg vom Favoritenschreck

Coesfeld. Als Johannes Kasnatscheew zum achten Mal den Ball aus dem Netz fischen musste, machte er sein Schicksal mit Ironie erträglicher. „Wir sind klar besser“, versicherte der DJK/VBRS-Torwart. „Die Nottulner haben nur Glück.“ So viel Glück, dass der Westfalenligist gestern zu einem 9:1-Sieg spazierte und das Coesfelder Abenteuer Westfalenpokal – erwartungsgemäß – früh beendete. Sie wussten um die Qualität der Gäste, versicherte Denis Koopmann: „Leider haben wir immer wieder ähnliche Fehler gemacht, die der Gegner eiskalt ausgenutzt hat.“

Montag, 05.08.2019, 10:48 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 10:50 Uhr
Coesfeld: Weit weg vom Favoritenschreck
Drei Tormöglichkeiten hatten Marius Borgert (rechts) gegen GW Nottuln auf dem Schlappen – hier wird er von Dickens Toka gestört. Foto: Frank Wittenberg

Eigentlich standen noch sieben Minuten auf der Uhr, als Schiri Tim Zahnhausen die Partie abpfiff. Offenbar ein Versehen, über das sich der Trainer aber nicht beschweren wollte. Denn eine zweistellige Niederlage blieb den Eintrachtlern so erspart, auch weil Johannes Kasnatscheew mehrfach mit starken Paraden weitere Gegentore verhinderte.

Ärgerlich für die DJK-VBRS: Das Vorhaben, die Partie möglichst lang eng zu gestalten, war schon nach acht Minuten über den Haufen geworfen. „Wir wollten die Nottulner von unserem Tor weghalten, aber das ist nicht gelungen“, schüttelte Koopmann den Kopf. Erst produzierten sie einen Freistoß nahe der Strafraumgrenze, den Felix Hesker blitzsauber in den Winkel platzierte (5.), dann dürfte sich Hesker gewundert haben, wie unbehelligt er durch die Abwehr marschieren darf – das 0:2 in der achten Minute. „Danach standen wir endlich etwas besser“, stellte der Trainer fest.

Und sie hätten selbst treffen können: Erst setzte sich Marius Borgert gegen Max Wenning durch, zielte aber daneben (17.), dann eilte er nach einem langen Ball mutterseelenallein auf GW-Torwart Malte Wilmsen zu, scheiterte aber an einer Fußabwehr (28.). Zwischenzeitlich hatte Oliver Leifken nach Vorarbeit von Adenis Krasniqi auf 0:3 erhöht (20.), und exakt in dieser Konstellation fiel auch das 0:4 (45.). „Trotzdem war ich mit der ersten Halbzeit nicht unzufrieden“, erklärte Denis Koopmann.

Die Laune des Trainers sollte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs aber deutlich verfinstern: Binnen weniger Minuten kassierte sein Team vier weitere Tore, erst durch Felix Hesker (49.), dann durch einen lupenreinen Hattrick des Ex-Billerbeckers Adenis Krasniqi binnen vier Minuten (52., 54., 55.) zum 0:8. „Da waren wir im Tiefschlaf“, ärgerte sich Koopmann. Mit seinem vierten Treffer an diesem Tag erhöhte Felix Hesker auf 0:9 (74.), ehe dem A-Ligisten tatsächlich der Ehrentreffer gelang: Nach einem Freistoß chippte Niklas Weßeling den Ball auf den eingewechselten Lennert-Ole Göke, der wiederum lupfte die Kugel über Malte Wilmsen hinweg zum 1:9-Endstand ins Netz.

„Immerhin ist uns der Ehrentreffer gelungen“, zog Denis Koopmann nach 83 Minuten und dem vorzeitigen Abpfiff sein Fazit. Gerne hätten sie die Niederlage in engeren Grenzen gehalten, aber ohne Tobias Hüwe und den frühzeitig ausgewechselten Jonas Berding fehlten zwei wichtige Stützen. Abhaken, Blick voraus – denn schon am Donnerstag (8. 8.) startet die DJK-VBRS mit dem Heimspiel gegen Adler Buldern in die Meisterschaft. 7 DJK Coesfeld-VBRS – GW Nottuln 1:9; Tore: 0:1 und 0:2 Felix Hesker (5., 8.), 0:3 und 0:4 Oliver Leifken (20., 45.), 0:5 Felix Hesker (49.), 0:6, 0:7 und 0:8 Adenis Krasniqi (52., 54., 55.), 0:9 Felix Hesker (74.), 1:9 Lennert-Ole Göke (79.).

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