Coesfeld
Malte Elkemann im Jubelrausch

Coesfeld. Punkt 21.02 Uhr gab es kein Halten mehr. Malte Elkemann, der Mann mit der Nr. 10 auf dem Rücken, stürmte mit weit aufgerissenen Augen über den Rasen, als habe er den Jackpot im Lotto geknackt. „Jaaa“. schrie er seine Freude hinaus, so laut, dass seine Jubelarie bis unterm Tribünendach zu hören war.

Freitag, 09.08.2019, 06:46 Uhr
Coesfeld: Malte Elkemann im Jubelrausch
Wie von Sinnen: Malte Elkemann, doppelter Torschütze beim 3:2-Sieg von DJK Coesfeld-VBRS über Adler Buldern. Foto: Ulrich Hörnemann

Malte Elkemann badete im Glück. Nach seinem späten Siegtreffer zum 3:2 über den Gast Adler Buldern rannte er geradewegs zu Marius Borgert, der ihm den Ball mit einer scharfen Flanke passend auf seinen starken rechten Fuß serviert hatte, und hüpfte ihm in die Arme.

Der Junge habe auch „ein Riesenspiel gemacht“, lobte Denis Koopmann, der schweißgebadete Trainer von DJK Coesfeld-VBRS, seinen Zehner nach dem Abpfiff von Schiri Timo Ebbing, der die vorgezogene Partie souverän wie immer über die Bühne brachte.

Das weiße Ballett, wie die Mannschaft wegen ihres Outfits gern gerufen wird, hatte das Duell der beiden Bezirksliga-Absteiger mit einem Kraftakt in der letzten halben Stunde gedreht. Als kaum noch einer an ein positives es Ende nach dem 0:2-Rückstand durch zwei Treffer von Tim Nieswandt (39. und 62. Minute) glaubte, sorgte Malte Elkemann mit dem 1:2-Anschlusstor (70.) für neue Hoffnung. Denis Koopmann hielt es nicht mehr auf seinem Plastikstühlchen.. Nervös tigerte er die Seitenlinie rauf und runter. „Jetzt bloß nicht nachlassen“, brüllte der Coach aufs Feld, „weiter Druck erzeugen. Das schafft ihr!“

Es dauerte nicht allzu lange, dann war Malte Elkemann wieder mittendrin statt nur dabei. Im Sechzehner kam er an die Kugel. Dominik Wübbelt attackierte ihn etwas hölzern, traf sein Standbein. Elkemann ging zu Boden. Ebbing, der Referee, zögerte keinen Moment, pfiff und deutete auf den Punkt: Foulelfmeter. Tobias Hüwe schnappte sich den Ball, lief ein paar Schritte und haute ihn in der 75. Minute humorlos in die Maschen. Fabian Püth, der reaktionsschnelle Torwächter, war ohne Chance. 2:2!

Die Spannungskurve stieg. Die Coesfelder waren wieder im Geschäft und ließen nicht mehr locker. Und die Bulderaner? Ihre Nerven flatterten. Sichtlich geschockt wie ein Boxer, der seinen satten Punktvorsprung in Nullkommanichts eingebüßt hatte, kamen sie kaum noch zu Entlastungsangriffen. Als sich Marius Borgert in der 80. Minute auf dem rechten Flügel durchsetzte und in den Strafraum passte, war Malte Elkemann erneut zur Stelle. Zur rechten Zeit am rechten Ort nutzte der Matchwinner die Traumvorlage zum 3:2.

Denis Koopmann war happy. Zuvor hatte er gelitten. Nur gut, dass seine Kadetten in den letzten 30 Minuten den Schalter umgelegt hatten. „Ein knapper, aber auch nicht unverdienter Erfolg“, bilanzierte er. Marius Borgert, der Partylöwe, gab dann das Motto des Abends vor: „Pilsbier für alle!“ 7 DJK Coesfeld-VBRS - Adler Buldern 3:2; Tore: 0:1, 0:2 Tim Nieswandt (39., 62.), 1:2 Malte Elkemann (70.), 2:2 Tobias Hüwe (75., FE), 3:2 Malte Elkemann (80.)

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