Coesfeld
Zum Abschluss noch ein Sahnehäubchen

Gescher/Coesfeld. Die Partie plätscherte längst entschieden ihrem Ende entgegen, als Timo Grabowsky noch einmal seinen Zauberfuß sprechen ließ. Mit einem kurzen Blick hatte er gesehen, dass sich SV-Keeper Mike Schöning ein paar Meter vor seinem Kasten postiert hatte – und Grabowsky, der Edeltechniker, platzierte die Kugel aus gut 35 Metern über Schöning hinweg ins Netz. Der spektakuläre Schlusspunkt, das 5:0 für die SG Coesfeld 06 beim Aufsteiger SV Gescher II, ebenso klar wie verdient.

Sonntag, 25.08.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 21:00 Uhr
Coesfeld: Zum Abschluss noch ein Sahnehäubchen
Hier wird Timo Grabowsky (links) von Marc-Julian Rickert gestoppt – kurz vor Schluss schoss der SG-Kapitän aber mit einem Zaubertor den 5:0-Endstand. Foto: Frank Wittenberg

Genau das erkannte Marco Streuff fair an. „Das Ergebnis geht absolut in Ordnung“, stellte er nach dem Duell David gegen Goliath fest. „Für uns war es ohnehin ein Bonusspiel.“ Eines, in dem die Punkte nicht wirklich fest eingeplant waren – viel ärgerlicher waren die beiden vorherigen 1:2-Niederlagen gegen DJK Dülmen und Vorwärts Lette.

Möglichst lange im Spiel bleiben, das gelang dem Außenseiter, auch wenn die SG von Beginn an viel Druck machte. „Nach einer Viertelstunde hatten wir aber eine kurze Phase, in der wir unorganisiert waren“, gab Christoph Klaas zu. „Die Trinkpause kam zum richtigen Zeitpunkt.“ Unmittelbar zuvor war das 1:0 für die Coesfelder gefallen, weil Jan Kröger im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen war. „Ärgerlich“, schüttelte Marco Streuff den Kopf. „Das hätten wir vorher schon klären können.“ Lucas Jacobs verwandelte sicher zum 1:0 und legte in der 43. Minute nach Pass von Simon Rotthäuser auch das 2:0 nach. Zuvor hatte Fabian Tschiskale eine gute Ausgleichschance ausgelassen.

Nach der Pause dauerte es exakt fünf Minuten bis zum 0:3, erneut durch einen Elfmeter. Diesmal war Tim Püttmann von Eric Sundrum zu Fall gebracht worden. „Damit war es gelaufen“, gab der SV-Trainer zu. „Das waren leider einige naive Fehler, die uns aus dem Spiel genommen haben.“

Jan Kröger legte in der 59. Minute nach feinem Pass von Tim Püttmann das 0:4 nach. „Danach hatten wir es im Griff, ohne wirklich Volldampf zu gehen“, zeigte SG-Trainer Zoui Allali Verständnis für die etwas ruhigere Gangart bei 30 Grad auf dem Kunstrasen. Ein paar Chancen gab es noch durch Jannis Pier (75.) und einen Pfosten-Kopfball von Tim Püttmann (84.), ehe Timo Grabowsky mit besagtem Kunstschuss den Schlusspunkt zum 0:5 setzte. „Das war okay“, bilanzierte Allalis Trainerkollege Christoph Klaas. „Wir wollten auch hinten zu Null bleiben, das hat geklappt.“

Die Null steht allerdings auch beim SV Gescher II, der nach drei Spielen noch auf den ersten Punktgewinn wartet. „Wir brauchen noch Zeit“, warb Marco Streuff angesichts einer höchst durchwachsenen Vorbereitung um Verständnis. Erst seit dieser Woche habe er seinen Kader endgültig beisammen: „Da fehlen natürlich noch die Automatismen.“ 7 SV Gescher II – SG Coesfeld 06 0:5; Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Lucas Jacobs (21., FE; 43.; 50., FE), 0:4 Jan Kröger (59.), 0:5 Timo Grabowsky (88.).

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