Coesfeld
Nächster Schritt Richtung Treppchen

Coesfeld. Ein Platz auf dem Treppchen darf es sein, da wollen sie keine falsche Bescheidenheit an den Tag legen. Denn nach Rang fünf in der vergangenen Saison soll die Reise weiter nach oben gehen. „Platz eins bis drei“, gibt Sven Holz für die neue Bezirksliga-Spielzeit aus. Im Klartext: Wenn die voraussichtlich zwei Tickets für die Landesliga vergeben werden, wollen die Handballer der DJK Coesfeld-VBRS in der Verlosung sein.

Freitag, 13.09.2019, 12:45 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 12:50 Uhr
Coesfeld: Nächster Schritt Richtung Treppchen
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Till Schöttler wird zu Saisonbeginn auf Rückraumspieler Nino Adler noch mehr Verantwortung zukommen. Fotos: Frank Wittenberg Foto: az

Ein Wunschkonzert ist das nicht, das wissen sie im Lager der Eintrachtler genau. Aber ihnen ist ebenso bewusst, über welches Potenzial sie verfügen. „Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken“, betont der Trainer. Der Kader ist größer geworden, so lassen sich Ausfälle hoffentlich besser kompensieren. Das werden sie auch müssen, denn mit Till Schöttler muss schon ein Leistungsträger zu Beginn passen – nach seinem Mittelhandbruch wird er frühestens Anfang November eingreifen können. „Wichtig ist, gut in die Saison zu kommen“, weiß Holz. „Sonst kann das schnell in die andere Richtung gehen.“

Denn die Konkurrenz ist groß. „Ich denke, diese Bezirksliga Münsterland ist noch einmal stärker geworden“, urteilt der 39-Jährige, der einen Topfavoriten ausgemacht hat: den 1. HC Ibbenbüren, der im Frühjahr unglücklich aus der Landesliga abgestiegen ist und diesen Betriebsunfall umgehend korrigieren möchte. „Die gilt es zu schlagen“, sagt Sven Holz. „Und dahinter kommen Sparta Münster und wir.“ Diese beiden Mannschaften könnten sich um den zweiten Aufstiegsplatz bengeln – wobei auf keinen Fall weitere gute Gegner außer Acht gelassen werden dürfen. SC Everswinkel und SW Havixbeck zählt er dazu, die ersten Gegner der DJK-VBRS. Ebenso DJK Hiltrup und die Warendorfer SU. „Das sind Mannschaften, die in der Lage sind, die Top drei zu ärgern.“

Um tatsächlich um den Aufstieg mitzuspielen, werden sie konstanter auftreten müssen. Die vergangene Saison, Jahr eins nach dem wenig erbaulichen Landesliga-Ausflug, sei „okay gewesen“, aber eben nicht perfekt. „Leider haben wir in den Auswärtsspielen eine bessere Platzierung weggeworfen“, blickt Holz zurück. Das habe oft mit dem Harzverbot zu tun gehabt, ohne Zweifel auch mit dem fehlenden Publikum im Rücken, das sie in den Heimspielen immer wieder zu Höchstleistungen treibt. „Wir wissen, was wir können“, betont der Trainer, der hofft, das auch häufiger in fremder Halle abrufen zu können.

An der Deckung soll es nicht scheitern. Die war schon in der vergangenen Saison das Prunkstück. „Wir haben jetzt sicherlich noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht“, sieht Holz hoffentlich schwere Zeiten auf die gegnerischen Angreifer zukommen. „In der 5:1-Deckung sind wir sehr stark, wir können aber auch umstellen.“ Mehr Konsequenz benötigen sie im Angriff, wo sie noch zu viele Partien mit einer überschaubaren Ausbeute hingelegt haben.

Sven Holz will es richten. Seit Januar 2018 ist er für die DJK/VBRS-Herren zuständig. Das macht Spaß, die doppelte Fahrerei nach Coesfeld nimmt er gerne auf sich. Denn tagsüber arbeitet der Schalke-Fan bei der Bezirksregierung mit Sitz in Coesfeld, nachmittags geht es dann heim nach Borghorst zu seiner Frau Julia, der viereinhalbjährigen Tochter Pia und dem Sohn Jan, der im November zwei Jahre jung wird. „Wenn die Kinder im Bett sind, geht es wieder nach Coesfeld zum Training“, lächelt Sven Holz. Gemeinsam mit seinen Spielern will er daran arbeiten, im nächsten Jahr eine ganz besondere Sause feiern zu können. „Am 9. Mai steigt der letzte Spieltag, einen Tag vorher werde ich 40“, blickt er voraus. „Der Landesliga-Aufstieg wäre ein sehr schönes Geschenk.“

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