Coesfeld
Der Vizemeister nimmt sich Zeit

Coesfeld. Besser abschneiden als im Vorjahr – für die DJK/VBRS-Handballerinnen wäre das gleichbedeutend mit dem Oberliga-Aufstieg. Wer aber glaubt, dass der Vizemeister des Vorjahres ganz einfach nur den nächsten Schritt machen muss, den holt Dirk Haverkämper schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. „Wir haben einen Umbruch“, verweist der Trainer auf fünf Abgänge und vier Neulinge im Team. „Das wird Zeit brauchen.“ Eine gute Rolle wollen sie wieder spielen in der Verbandsliga-Staffel 2, aber wie gut, das lässt sich aktuell nur schwer vorhersagen.

Freitag, 20.09.2019, 12:36 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 12:40 Uhr
Coesfeld: Der Vizemeister nimmt sich Zeit
Mit einigen neuen Gesichter wollen die Handballerinnen der DJK Coesfeld-VBRS wieder eine gute Rollen in der Verbandsliga spielen: (stehend von links) Lu Ann Dirks, Christel Daldrup, Lea Hemker, Lea-Sophie Schneider, Maike Dieker, Betreuerin Christin Wienecke, Trainer Dirk Haverkämper, Britta Reckers, Magda Hemker, Melanie Moersig, Christin Thiery, Elisabeth Hericks; unten Maike Kreikenberg (links) und Jule Bömer; es fehlen Steffi Lappe, Juliana Hüls und Diana Waning. Fotos: Frank Wittenberg Foto: az

Zumal die Vorbereitungmit einigen schlechten Nachrichten gepflastert war. An erster Stelle steht da die schwere Knieverletzung von Steffi Lappe, die bereits operiert wurde und lange fehlen wird. „Das ist bitter für sie und für die ganze Mannschaft“, bedauert der Trainer den Ausfall der routinierten Rückraumspielerin. „Sie wird uns als Typ auf dem Feld fehlen, aber von der Bank unterstützen. Sie bleibt bei der Mannschaft.“ Und wird hoffentlich irgendwann ihr Comeback feiern, da drückt die gesamte DJK-Handball-Familie die Daumen.

Weil auch Magda Hemker in der Vorbereitung mehrere Wochen verletzt passen musste, dazu geplante Testspiele teils ausgefallen sind und auch der Saisonstart durch Spielverlegungen holprig über die Bühne geht, kann zu Beginn sicher noch nicht alles rund laufen. Aber Dirk Haverkämper ist keiner, der jammert oder den Kopf in den Sand steckt. „Wir haben einen guten Kader“, betont der 49-Jährige. Der muss sich finden, dann werden sie auch wieder tolle Spiele abliefern – so wie in der vergangenen Saison, als die Coesfelderinnen nach einem Fehlstart mit 1:7 Punkten einen irren Lauf hingelegt haben. Am Ende durften sie als Vizemeister hinter der TuRa Halden-Herbeck, die sie in eigener Halle bezwungen haben, sogar in der Relegation gegen LIT Tribe Germania aus Ostwestfalen um den Oberliga-Aufstieg spielen. Dass es gegen einen richtig starken Gegner nach zwei Niederlagen letztlich nicht zum Sprung in die höhere Klasse gereicht hat, konnten sie verschmerzen, betont der Trainer: „Wir haben aber auch in diesen Entscheidungsspielen eine richtig gute Leistung abgeliefert.“

Was geht diesmal? „Möglichst schnell viele Punkte sammeln“, gibt Haverkämper als Ziel aus. Dann können sie in Ruhe arbeiten. Der Auftakt mit zwei Auswärtsspielen bei der HSG Hohenlimburg und bei Westfalia Kinderhaus macht es nicht einfacher, aber der Lehrer für Sport, Erdkunde und Musik am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn ist optimistisch. Auch wenn mit Franziska Wilde, die zurück zu ihrem Heimatverein SuS Stadtlohn gewechselt ist, und der verletzten Steffi Lappe zwei Spielerinnen ersetzt werden müssen, die bislang neben neben Magda Hemker und Britta Reckers als Leistungsträgerinnen im Rückraum aufgetreten sind. „Juliana Hüls hat das Potenzial und kann mehr Verantwortung übernehmen“, betont der Trainer. „Das in den den Vorbereitungsspielen häufig auch schon gut geklappt.“ Auch Maike Dieker, die nun ihre erste vollständige Saison bei den Damen spiele, werde einen weiteren Schritt machen.

Die Spielweise soll sich trotz der vielen Neuerungen im Kader jedenfalls nicht ändern, kündigt Dirk Haverkämper an: „Jetzt müssen andere Spielerinnen die entstandenen Lücken sinnvoll nutzen.“

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