Coesfeld
Alles passt – nur das Ergebnis nicht

Coesfeld. Es passte fast alles. Die Atmosphäre in der Halle vor einer tollen Zuschauerkulisse, über weite Strecken auch die eigene Leistung – nur das Ergebnis war so gar nicht nach dem Geschmack der SG-Volleyballer und der vielen Fans. „In den entscheidenden Momenten waren wir nicht gut genug“, gab Philipp Heuermann zu. Kleinigkeiten gaben den Ausschlag zugunsten der Gäste von Telekom Post SV Bielefeld, die mit dem 1:3 (24:26, 20:25, 25:23, 24:26) die drei Punkte entführten und die Coesfelder Regionalliga-Heimpremiere mit einem Makel versahen. Dennoch: Das war beste Werbung für den Volleyball-Sport!

Sonntag, 22.09.2019, 13:51 Uhr
Coesfeld: Alles passt – nur das Ergebnis nicht
Voll drauf in voller Halle: Sven Schmitz (rechts) versucht, den Bielefelder Block mit einem Angriffsball zu überwinden. Am Ende unterlagen die SG'ler mit 1:3. Foto: Frank Wittenberg

Kurz vor dem Ende des zweiten Satzes hätte Iraj Shir Ali beinahe den Abflug gemacht: Trainerstuhl kaputt. Aber er pfefferte das Ding kurzerhand in die Ecke und machte weiter – symbolisch für sein Team, das nie aufsteckte und die Halle trotz des 0:2-Satzrückstandes kochen ließ. „Wir müssen aber lernen, nicht mit Emotionen zu spielen und hart zu arbeiten, bis wir gewinnen“, stellte der Coach nach der Partie fest.

Der Knackpunkt sollte schon der erste Satz sein. Den hatten die SG'ler, bei denen der 17-jährige Libero Yannik Gröning ein prima Debüt feierte, praktisch in der Tasche, führten mit 23:18 und hatten beim 24:23 Satzball. Als ein Schlag von Yannick van Dijk neben dem Feld landete, war der Durchgang aber mit 24:26 verloren. „Das hätte nicht passieren dürfen“, wusste Außenangreifer Philipp Heuermann auch um die mentale Bedeutung. Denn danach waren sie etwas von der Rolle und gaben den zweiten Satz mit 20:25 ab.

Dann aber ging noch einmal die Post ab. Die toll gefüllte Halle stand wie eine Wand hinter den Coesfeldern, die sich diesen engen Durchgang mit 25:23 holten und die Hoffnungen auf ein Happy End nährten. Das wäre auch möglich gewesen, denn im vierten Satz hatte die SG beim 24:23 erneut Satzball – wie ein Spiegelbild des ersten Durchganges ging das Ding aber mit 24:26 und damit die Partie mit 1:3 verloren.

Schade, denn diese Kulisse hätte ohne Zweifel einen Sieg verdient gehabt. „Wären wir in den Tiebreak gekommen, hätten wir die Halle abgerissen“, war sich Heuermann sicher – selbst der Gegner aus Bielefeld staunte nach der Partie: „Geiles Auswärtspublikum, cooler Gegner, macht richtig Laune.“ Den Eindruck dürften auch die Coesfelder Fans gewonnen haben. „Viele waren am Samstagabend zum ersten Mal bei uns, und wir haben sehr viel positives Feedback bekommen“, freute sich Philipp Heuermann. Deshalb gilt: Den 5. Oktober dick im Kalender anstreichen, denn dann steigt um 20 Uhr in Halle 1 das nächste Spiel gegen PTSV Aachen II. „Bielefeld war eine gute Erfahrung, und wir freuen uns, in den nächsten Spielen, bessere Leistungen zu zeigen“, betonte Iraj Shir Ali, der noch ein Sonderlob bereit hielt: „Vielen Dank an die Fans!“

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